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Im
Vorjahr sind Garry und ich auf den Geschmack gekommen - heuer folgte die erste
Fortsetzung!
Die
genaue Route stand nur für die ersten vier Tage fest, denn Erich,
Werner, Gerhard und Bernhard, vier Freunde von Garry, hatten sich entschlossen,
uns für diese Zeit auf der Reise zu begleiten. Dafür hat Garry an jedem Zielort die entsprechenden Hotelzimmer reserviert.
Für
den Rest der Reise hatten wir uns nur so viel vorgenommen: zumindest ein wenig
nach Spanien hineinzuschnuppern und einige Gebiete westlich der Rhone zu
erkunden. Auf diese Weise durchquerten wir die Regionen Provence-Alpes-Côte
d’Azur, Rhône-Alpes, Languedoc-Roussillon und Midi-Pyrenäen
und
legten insgesamt
3.900 km
zurück.
Dabei
lernten wir viele neue Seiten der Grand Nation kennen
und genossen das angenehme Flair Südfrankreichs.
Viel Spaß beim Durchblättern!
Innsbruck,
im September 2001
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1. Tag:
Samstag, 19. Mai 2001
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Mombarcaro
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Kurz-Info:
 Start: Innsbruck, 09:00 Uhr
Strecke: Landeck -
Silvaplana - Malojapass - Lecco - Mailand - Alessandria - Asti - Alba -
Bossolasco
Ziel: Mombarcaro,
18:30 Uhr
Dauer: 09:30
gefahrene km: 572
Tachostand: 16.925
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Bei herrlichem
Frühsommerwetter starten wir in Richtung Süden. Wie im Vorjahr geht es
zuerst nach Silvaplana, wo wir die erste Rast einlegen. Die
Temperaturen sind bis jetzt sehr niedrig, doch kaum haben wir den Malojapass (1815m) hinter uns gebracht, wird es angenehm warm. In Lecco, am
Südende des Comosees, essen wir zu Mittag und setzen dann
unsere Reise auf der Autobahn über Mailand und Alessandria
bis unter Asti fort. Von hier geht's weiter auf der
Landstraße bis Alba und dann auf einer herrlichen
Kurvenstrecke über Bossolasco und den Passo della
Bossola (712m) nach Mombarcaro.
Erich, der mit seiner BMW-Cruiser im Laderaum des VW-Busses angereist war,
dreht gerade eine Aufwärmrunde, während wir auf der Terrasse ein
Willkommens-Bierchen heben. Das anschließende Abendessen u. a. mit
Wildschwein-Ragout schmeckt hervorragend, der Verdauungs-Grappa auch...
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2.
Tag:
Sonntag, 20. Mai
2001
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Karte
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Guillaumes
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Kurz-Info:

Start: Mombarcaro, 10:00 Uhr
Strecke: Robilante - Col
de Tende -
Col de Brouis - Col du
Pérus - Sospel - Menton - Col de Turini - Gorges
de la Vesubie -
Entrevaux - Gorges de Daluis
Ziel: Guillaumes,
19:00 Uhr
Dauer: 09:00
gefahrene km: 322
Tachostand: 17.247
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Über Nacht sind Wolken
aufgezogen, und so starten wir bei bedecktem Himmel in Richtung Seealpen.
Die Fahrt beginnt so, wie sie gestern geendet hat: mit herrlichen Kurven
auf gottverlassenen Seitenstraßen, zumindest bis wir bei Ceva
die Hauptstraße erreichen. Vorbei an Mondovi und Cuneo
geht es nach Robilante an der Auffahrt zum Col de
Tende (1908m). Hier nehmen wir unser zweites Frühstück zu uns.
Auf der Passhöhe durchqueren wir den einspurigen Tunnel und fahren dann
durch die Gorge de Saorge bis zur Abzweigung nach Sospel.
Bei einer kurzen Fotopause passiert Werner ein Missgeschick, das - Gott
sei Dank - glimpflich ausgeht: beim stehen bleiben übersieht er den
Absatz zwischen Asphalt und Schotter und legt seine Triumph Trophy auf die
rechte Seite. Der vordere Blinker haucht sein Leben aus, aber Werner kann
- wenn auch mit Schmerzen im Oberschenkel - weiterfahren.
Von hier aus nehmen wir die serpentinenreiche Strecke über den Col
de Brouis (879m) und den Col du Pérus (654m) unter
die Räder und gelangen mit leeren Tanks und Mägen nach Sospel.
Nach dem Mittagessen fahren Garry und ich mangels offener Tankstellen nach
Menton zum Tanken, da auf meiner TDM schon seit etlichen
Kilometern die Kontrolllampe aufleuchtet, der Rest der Truppe macht sich
auf den Weg zum Col de Turini (1607m). Hier treffen wir
wieder aufeinander und setzen die Fahrt über Lantosque und
die Gorges de la Vesubie fort. Am Ende der Schlucht warten
wir ewig auf Garry und Gerhard, weil diesem bei seiner Moto Guzzi der
Benzin ausgegangen ist und Garry mittels Schlauch und zufällig mitgeführter
Cola-Flasche "Erste Hilfe" leistete.
Ohne weitere Zwischenfälle geht es dann auf der Schnellstraße über Entrevaux
und anschließend durch die herrliche Gorges de Daluis nach Guillaumes.
Im Hotel "Les Chaudrons" findet sich nach anfänglicher Verwirrung
wegen der reservierten Zimmer schließlich sogar ein eigener Schuppen für
unsere Motorräder.
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3.
Tag:
Montag, 21. Mai
2001
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Sisteron
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Kurz-Info:

Start: Guillaumes, 10:20 Uhr
Strecke: Col de Cayolle -
Gorges du Bachelard - Barcelonnette - La Motte
Ziel: Sisteron,
15:45 Uhr
Dauer: 05:25
gefahrene km: 159
Tachostand: 17.406
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Strömender Regen am Morgen,
aber nach dem Frühstück blinzelt die Sonne durch die Wolken.
Die
Auffahrt zum Col de la Cayolle (2327m) bietet schon das
erste Highlight, und auf der Passhöhe erwarten uns meterhohe
Schneewände, wo im Vorjahr Murmeltiere über die grüne Wiese hoppelten.
Nach der Abfahrt durch die Gorges du Bachelard essen wir in Barcelonnette zu Mittag und fahren
anschließend auf der D 900 weiter zum Lac de Serre-Poncon
und dann auf der D 951 bei teilweise leichtem Regen über La Motte
(Kaffeepause) nach Sisteron.
Wir nehmen im Hotel Select Quartier und spazieren in
die Stadt, wo wir bei einem gemeinsamen Abendessen den Tag ausklingen
lassen.
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4.
Tag:
Dienstag,
22. Mai
2001 |
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Pont-en-Royan
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Kurz-Info:

Start:
Sisteron, 10:00 Uhr
Strecke:
Gorges
de la Meouge - Montbrun - Col d'Ey - Curnier - Rosans - Col de Pommerol - Die
- Col de Rousset - Vassieux - Col de Lachau - Col de la Machine - Col
Gaudissart - St. Jean-en-Royan
Ziel:
Pont-en-Royan,
19:00 Uhr
Dauer:
09:00
gefahrene km:
322
Tachostand:
17.247
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Auch heute ist es bewölkt,
wir fahren nordwärts bis le Plan, dann nach Westen durch
die Gorges de la Meouge nach
Sederon. Bei
Montbrun
les Bains begraben wir endgültig unseren Plan, auf den
Mont
Ventoux zu fahren und warten lieber beim Mittagessen in einer Pizzeria das
Ende des einsetzenden Regens ab.
Anschließend fahren wir über den Col
des Aires (634m) nach
Buis und auf einer herrlichen
Kurvenstrecke zum Col d'Ey (718m). Nach der Abfahrt über
Ste.
Jalle gelangen wir bei Curnier auf die
D94 und
halten uns nun ostwärts bis wir Rosans erreichen. Hier
beginnt die Straße, die uns über blumenbewachsene Hügel und durch dunkle
Laubwälder zum Col de Pommerol (1072m) führt. Über
Establet
und das Tal der Drome gelangen wir schließlich nach
Die.
Über den Col de Rousset (1254m) geht's nach
Vassieux,
dann links über den Col de Lachau (1337m) und nordwärts
auf den Col de la Machine (1011m),
wo sich uns ein
sagenhafter Blick ins Tal bietet. Ehe wir bei St. Jean-en-Royan
das Tal erreichen, überqueren wir noch den Col Gaudissart (840m).
Im malerischen
Pont-en-Royan beenden wir diesen
langen Tag beim letzten gemeinsamen Abendessen, da sich morgen unsere Wege
trennen werden.
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5.
Tag:
Mittwoch,
23. Mai
2001
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Karte
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Montelimar
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Kurz-Info:

Start: Pont-en-Royan,
09:30 Uhr
Strecke: Gorges
de la Bourne - La Chapelle - Vassieux - Col de la Bataille - Chabeuil
Ziel: Montélimar,
14:45 Uhr
Dauer: 05:15
gefahrene km: 174
Tachostand: 17.854
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Der Wirt, bei dem wir gestern
Abend ein letztes Bier getrunken haben, schiebt gerade seine Honda
Fireblade aus dem Cafe, als Garry und ich am Morgen daran vorbeispazieren.
Wir befolgen seinen Rat und fahren in westlicher Richtung durch die Gorges
de la Bourne, bis uns eine Abzweigung in südlicher Richtung über
eine Hochebene nach La Chapelle leitet. Von hier geht's
wieder nach Vassieux und vorbei am Friedhof der
Resistence-Kämpfer über den Col de Lachau (1337m). An der
Abzweigung zum Col de la Machine fahren wir heute aber nach Westen durch
dichtes Waldgebiet, bis wir die Passhöhe des Col de la Bataille
(1313m) erreichen. Unser heutiges Tagesziel steht nicht eindeutig fest,
wir haben uns nur vorgenommen, so weit nach Süden zu fahren, dass wir
morgen früh die Ardeche-Schluchten in Angriff nehmen können. Also fahren
wir erst ins Tal nach Chabeuil (Mittagessen), dann auf einer wenig
reizvollen Überlandstraße südwärts. Auf der Höhe von Crest beginnt es
leicht zu regnen, und von den Bergen her hören wir drohendes
Donnergrollen, das vor Montelimar immer lauter wird. Mit dem Gewitter im
Rücken rasen wir in die Stadt und sind froh, gleich im Zentrum ein Zimmer
im "Sphinx-Hotel" zu finden.
Das Gewitter lässt vorerst auf sich warten, es erwischt uns
erst bei einem kleinen Stadtrundgang, da aber kräftig...
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6.
Tag: Donnerstag,
24. Mai 2001 |
Karte
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Florac
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Kurz-Info:

Start: Montélimar, 09:00 Uhr
Strecke: Pont-St.
Esprit - Gorge de l'Ardeche - Ruoms -
Les Vans - Villefort - Génolhac - Le Ponte de Montvert -
Ziel: Florac,
16:00 Uhr
Dauer: 08:00
gefahrene km: 210
Tachostand: 18.064
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Nachdem uns die Hotelchefin um 0:30 Uhr nur widerwillig
und unter wüsten Beschimpfungen eingelassen hat (wir hatten die
"Sperrstunde" nicht wahrgenommen), verlassen wir fluchtartig diese Herberge
und frühstücken nebenan in einem Cafe.
Anschließend überqueren wir zum ersten mal die Rhone und
fahren am westlichen Ufer südwärts bis Pont-St. Esprit,
dem Tor zur Gorge de l'Ardeche. Es ist ein klarer Tag, und
die Temperaturen sind stark im Steigen begriffen. Während wir auf der
nach Norden ansteigenden Straße entlang der Ardeche fahren,
wird der Ausflugsverkehr immer dichter und erreicht im Ort Vallon
Pont d'Arc schließlich Ausmaße, die uns die geplante
Erholungspause verschieben lassen. In Ruoms finden wir
schließlich eine gemütliche Pizzeria mit freundlicher Bedienung.
Anschließend geht's weiter nach Westen. Auf der D 208 bis Maison-Neuve,
dann über les Vans, Villefort, Genolhac nach le
Pont-de-Montvert, wo wir einen Regenschauer aussitzen. Von da sind
es nur noch 20 km bis wir unser Tagesziel Florac im
Departement Lozére erreichen.
Florac ist das Zentrum des
Cevennen-Nationalparks und gehört zur Region Languedoc- Roussilon.
Es ist ein romantisches aber trotzdem sehr lebhaftes Städtchen, das
aufgrund der zahlreichen Sport- und Freizeitmöglichkeiten viele Besucher
anzieht. Das bekommen wir auf der Suche nach einem Hotelzimmer zu spüren!
Erst im dritten Versuch sind wir erfolgreich und ergattern das letzte
freie Zimmer im Hotel "Gorges du Tarn", wo wir
auch vorzüglich zu Abend essen.
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7.
Tag: Freitag,
25. Mai 2001 |
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Narbonne
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Kurz-Info:

Start: Florac, 09:45
Uhr
Strecke: Quezac
- Gorges du Tarn - Causse Méjan - Gorges de la Jonte - Millau -
Lodeve - Lunas - Bedarieux -
Roquebrun - Capestang
Ziel: Narbonne,
17:15 Uhr
Dauer: 08:30
gefahrene km: 274
Tachostand: 18.338
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Heute stoßen wir weiter nach
Süden vor!
Aber zuerst geht's ein wenig nordwärts nach Quezac, wo wir
in die Gorges du Tarn einfahren. Knapp 30 km weiter, bei St.
Enimie biegen wir aber nach Süden ab und gewinnen schnell an
Höhe. Es bieten sich wundervolle Tiefblicke ehe wir die Causse Mejan,
eine steppenartige Hochebene, erreichen, die wir in Nord-Süd-Richtung durchqueren.
Am Ende dieser Strecke gelangen wir bei Meyrueis wieder ins
Tal und fahren in westlicher Richtung durch die Gorges de la Jonte
und über Peyreleau bis Millau. Hier nehmen
wir die Schnellstraße, die etwa 30 km weiter südlich in die Autobahn E11
übergeht. Diese verlassen wir aber bereits bei Lodeve
wieder und fahren nach Südwesten über Lunas, Bedarieux
zur Gorge de l'Orb mit dem malerischen Städtchen Roquebrun.
Über St. Chinian und Puisserguier gelangen
wir nach Capestang, wo wir am Canal du Midi
eine Rast einlegen. Über schnurgerade, teilweise alleenartige
Landstraßen erreichen wir schließlich Narbonne und finden
ein Zimmer im zentral gelegenen Hotel Languedoc.
Nach dem
Einchecken sehen wir uns die Stadt an und sind fasziniert von dem
südländischen Flair.
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8.
Tag: Samstag,
26. Mai 2001 |
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Ausflug
nach Spanien
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Kurz-Info:

Start: Narbonne, 10:15 Uhr
Strecke: - Perpignan - Estagel -
Axat - Gorges de St. Georges - Col de la Quillane - Bourg-Madame - Puigcerda (E) -
Col de Puymorens - Ax-les-Thermes - Col de Chioula - Belcaire - Col du
Paradis - Quillan -
Ziel: Narbonne,
20:00 Uhr
Dauer: 09:45
gefahrene km: 422
Tachostand: 18.760
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Gleich am Morgen haben wir an
der Rezeption Bescheid gegeben, dass wir noch einen Tag anhängen wollen
und so können wir uns diesmal ohne Gepäck auf den Weg machen in Richtung
SPANIEN:
Wir nehmen die Schnellstraße bis Perpignan und fahren dann
auf der D 117 weiter über Estagel, wo wir eine Kaffeepause
einlegen. Wie schon gestern ist auch heute der Mistral ein ständiger,
unangenehmer Begleiter, und so sind wir froh, dass wir bei Axat
nach Süden in bewaldetes Gebiet abbiegen. Durch die Gorges de St.
Georges fahren wir ins Hochtal der Aude, um auf dem Col
de la Quillane (1714m) auf eine von den Pyrenäen
umrandete Hochebene zu gelangen. Auf sehr gut ausgebauten Straßen cruisen
wir bis Bourg-Madame, dem Grenzort zu Spanien.
Gleich hinter der Grenze liegt der kleine Ort Puigcerda -
unser Tagesziel. Unter spanischer Sonne genießen wir köstliche Muscheln
und ein Glas Wein, ehe wir uns wieder auf den langen "Heimweg"
nach Narbonne machen.
Wieder über Bourg-Madame geht es zunächst auf einer
erstklassig ausgebauten Straße über den Col de Puymorens (1915m) nach Ax-les-Thermes, dann scharf rechts über den Col
de Chioula (1431m) und Belcaire über den Col
du Paradis (622m) nach Quillan.
Hier legen wir eine kurze Rast ein und glauben, da uns für dieses Gebiet
nur eine Südfrankreich-Karte im Maßstab 1:1,000.000 (!) zur Verfügung
steht, die restliche Strecke sei nur mehr ein "Rutscher".
Tatsächlich brauchen wir aber noch zwei weitere Stunden, um über
kurvige, mit Rollsplitt übersäte Straßen und Sträßchen nach Narbonne
zu gelangen.
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9.
Tag: Sonntag,
27. Mai 2001 |
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Avignon
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Kurz-Info:

Start: Narbonne, 10:45
Uhr
Strecke: - Montpellier - Aigues Mortes - Stes. Maries-de-la-Mer
- Arles - le Baux - San Remy - Cavaillon
Ziel: Avignon,
17:00 Uhr
Dauer: 06:15
gefahrene km: 267
Tachostand: 19.027
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Bis Montpellier
fahren wir auf der Autobahn im starken Sonntags- Ausflugsverkehr,
anschließend auf der D 62 bis
Aigues Mortes, einer
vollkommen von intakten Mauern umgebenen Stadt in der kleinen Camarque.
Hier herrscht reges Touristentreiben, und es ist unmenschlich heiß. Nach
einem kleinen Mittagessen mit anschließendem Stadtbummel geht's weiter
nach Stes. Maries-de-la-Mer, dem bekannten
Zigeuner-Wallfahrtsort. Vorbei an Flamingos und Pferden fahren wir auf der
D 570 nach Arles, wo die nächste Pause fällig ist. Am
antiken römischen Theater nehmen wir einen Kaffee und setzen unsere Reise
fort. Vorbei an les Baux de Provence fahren wir über San
Remy durch die längste Platanenallee Frankreichs nach Cavaillon
und dann nordwärts direkt nach Avignon.
Dank Garry's Reisevorbereitungen finden wir schnell ein nettes Hotel
innerhalb der Stadtmauern, das "Le Magnan", ein
Tipp aus der "Lonely Planet"-Website. Wir checken für zwei
Übernachtungen ein, da wir morgen einen motorradfreien Tag eingeplant
haben und begeben uns anschließend auf eine kleine Erkundungsrunde in die
Stadt, die mit einem vietnamesischen Essen endet.
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10.
Tag:
Montag,
28. Mai
2001 |
Karte
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Ruhetag
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Heute lassen wir die Mopeds
stehen und sehen uns die Stadt an.
Hauptattraktionen sind natürlich der
Papstpalast und die berühmte Brücke "Saint Bénezet".
Entsprechend groß ist auch der Touristenrummel mit seinen unangenehmen Nebenerscheinungen,
von denen wir bislang verschont geblieben sind. Für einen gespritzten
Apfelsaft in einem Straßencafe zahle ich umgerechnet ATS 70,--!!!
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11.
Tag: Dienstag,
29. Mai 2001 |
Karte
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Briancon
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Kurz-Info:

Start: Avignon, 08:30 Uhr
Strecke: -
Carpentras - Villes sur Auzon - Gorges de la Nesque - Sault - Mont Ventoux -
Vaison la Romain - Nyons - Remuzat - Serres - Veynes - Gap - Pont de
Savines ( ) - le Lauzet-Ubaye - Barcelonnette - Col de
Vars - Guillestre
Ziel: Briancon,
18:00 Uhr
Dauer: 09:30
gefahrene km: 421
Tachostand: 19.448
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Schon früh brechen wir auf,
denn heute ist es wieder sehr heiß und es steht ein weiteres Highlight
auf dem Programm: Mont Ventoux, der "Heilige Berg"
der Provence.
Bereits die Anfahrt durch die Gorges de la Nesque ist ein
Leckerbissen mit tollen Kurven, phantastischen Ausblicken und dazu noch
fast verkehrsfrei. Von Sault aus nehmen wir die D 164, die
später in die D 974, die eigentliche Passstraße mündet. Zuerst durch
dichten Laubwald, dann die letzten paar hundert Höhenmeter durch eine
mondartige Steinlandschaft erklimmen wir den kahlen Gipfel des Mont
Ventoux (1909m), auf dem sich Dutzende Radfahrer (meist Belgier),
Autotouristen und natürlich viele Biker tummeln. Unsere kurze Rast
beenden wir fluchtartig, als wir von Myriaden kleiner Fliegen, die sich an
unserer Kleidung und in den Helmen festsetzen, verfolgt werden. Auf dem
Weg ins Tal macht uns der miserable Straßenzustand bewusst, dass ein
Befahren bei Regenwetter (wie wir es am vierten Tag unserer Tour in dieser
Gegend erlebt haben) äußerst gefährlich gewesen wäre.
Bei Nyons biegen wir wieder in die D 94 ein, die uns diesmal
aufgrund des herrlichen Wetters viel Fahrspaß bereitet. In Remuzat
nehmen wir ein Mittagessen ein und setzen die Fahrt über Serres
und Gap fort, bis wir hinter Chorges das nördliche
Ufer des Lac de Serre-Poncon erreichen. Diesen überqueren
wir bei Savines und fahren dann auf einer rasch ansteigenden
Straße in einem Bogen nach Süden, um über die D 900 nach Barcelonnette
zu gelangen. Hier müssen wir unsere Hoffnung begraben, über den Col
de Larche (Colle della Maddalena) heute noch Italien zu erreichen,
da die Wintersperre noch nicht aufgehoben ist.
Also entschließen wir uns,
über den Col de Vars nach Briancon zu fahren,
wo wir auch prompt ein Zimmer im gleichen Hotel wie voriges Jahr bekommen.
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12. Tag:
Mittwoch,
30. Mai
2001 |
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Prestine
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Kurz-Info:
Start: Briancon, 08:30 Uhr
Strecke: Montgenevre - Turin - Poebene - Iseosee - Val di Selva - Breno -
Prestine
Ziel: Prestine,
18:00 Uhr
Dauer: 09:30
gefahrene km: 465
Tachostand: 19.913
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Wie bereits im Vorjahr,
werden wir auch heuer unsere Heimreise in zwei Etappen absolvieren, denn
ein Besuch bei Mario's
Hotel
Oasi Verde in Prestine rundet jede Tour ideal ab.
Über den Montgenevre
(1854m) geht's
zuerst bis Turin
auf der Autobahn, dann cruisen wir zwischen den Getreide- und Reisfeldern
der Poebene über Pavia, Lodi und Crema
zum Iseosee-Westufer, wo wir um 15:30 am Strand von Predore
einen Radler zu uns nehmen. Die Fahrt auf der Uferstraße nordwärts ist
trotz der bereits zurückgelegten, aufgrund der Hitze teilweise sehr
anstrengenden Kilometer ein Genuss, und da wir Mario unser Kommen
angekündigt haben, geht sich auch noch ein Abstecher von Boario Terme in die Dezzo-Schlucht aus. Bei Dosso
biegen wir rechts ab und fahren über Breno nach Prestine.
Dieses letzte Stück war zweifelsohne Highlight und würdiger Abschluss
der heutigen Tour.
Bei Mario fühlen wir uns schon ein Stück zu Hause,
und bei seiner hervorragenden Küche und einem guten Glas Wein lassen wir
die heurige Südfrankreich-Tour gediegen ausklingen.
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13. Tag:
Donnerstag,
31. Mai
2001 |
Karte
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Heimreise
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Kurz-Info:

Start: Prestine, 08:30 Uhr
Strecke: Tonale - Gampen - Jaufen
Ziel: Innsbruck,
15:00 Uhr
Dauer: 06:30
gefahrene km: 288
Tachostand: 20.201
***
Gesamtstrecke:
3.848 km
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Ohne Umwege oder spezielle
"Zuckerln" (abgesehen vom Jaufen, der immer wieder
ein Erlebnis ist) geht die Heimreise vonstatten. Schließlich haben wir in
den vergangenen zwölf Tagen auf insgesamt 3.900 Kilometern
so viele Pässe erklommen, Ebenen durchfahren, Schluchten durchquert und
verschiedene Eindrücke gesammelt, dass wir jetzt nur noch trachten, heil
nach Hause zu kommen. Ein Grund dafür ist auch die drohende Gewitterfront
im Norden, denn die Hinterreifen unserer Mopeds sind inzwischen so kahl
wie der Mont Ventoux und würden im Nassen zu einem echten Risiko werden.
Doch der Wettergott meint es gut mit uns, und bis auf ein paar
Regentropfen im Passeier-Tal hält das Wetter bis Innsbruck.
***
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siehe auch: Provence
2000,
Südfrankreich 2002,
Piemont/Seealpen
2003,
Südfrankreich 2005 |
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