Passo di San Pellegrino

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Sonntag, 8. September 2002

Passo di San Pellegrino

Kurz-Info:

Start: Innsbruck, 10:20 Uhr

Strecke: Brenner - Sterzing - Gufidaun - Lajen - St. Ulrich - Kastelruth - Seis - Völs - Tiers - Niger-Sattel (1688m) - Karerpass (1745m) - Vigo - Moena - Pso. di S. Pellegrino (1918m) - Ps. di Valles (2033m) - Predazzo - Tésero - Pso. di Lavazé (1805m) - Birchabruck - Bozen - Sarnthein - Penser Joch (2214m) - Sterzing

Ziel: Innsbruck, 18:40 Uhr

Dauer: 08:20

gefahrene km: 423

Tachostand: 43.450

Karte
Fotogalerie

 

 

Wer an einem schönen Spätsommertag eine Ausfahrt in die Dolomiten unternimmt, läuft Gefahr, sich rasch in einer endlos scheinenden Blechlawine wieder zu finden, was das Fahrvergnügen erheblich beeinträchtigt. Deshalb gilt es schon bei der Routenwahl darauf Bedacht zu nehmen, die touristischen Trampelpfade - wo möglich - zu meiden und weniger befahrene Strecken auszusuchen. Unter diesen Gesichtspunkten habe ich meine heutige Tour geplant:

MoenaGeht es auf der unvermeidlichen Brenner-Bundesstraße noch erwartungsgemäß zäh voran, so lichten sich die Reihen hinter Sterzing doch schon merklich, und ich komme zügig bis zur Abzweigung ins Villnösstal. Ich biege nach Osten ein und nehme das schmale Waldsträßchen von Gufidaun nach Lajen, fahre weiter bis St. Ulrich im Grödental und anschließend bis Kastelruth, wo ich eine Zigarettenpause einlege. Hinter Völs am Schlern nehme ich die Auffahrt zum Nigerpass in Angriff und gelange so weiter zum Karerpass, wo ich mich in Gesellschaft tausender Ausflügler wieder finde. Nach der Abfahrt ins Fassatal biege ich bei Vigo di Fassa nach Süden ab und erreiche nach nicht ganz 30 Kilometern das Städtchen Moena. Dort esse ich ein schmackhaftes Pannino con Prosciutto und trinke einen Capuccino, ehe ich die rasch ansteigende Straße zum Passo di San Pellegrino erklimme. Hier ist wieder bedeutend weniger Verkehr und auch die Auffahrt zum Passo di Valles, die knapp vor Falcade rechts abgeht, macht tierisch viel Spaß. Nach einer kurzen Fotopause geht's schon wieder talwärts auf einer landschaftlich sehr reizvollen Straße nach Predazzo. Die eher eintönige Strecke bis Tésero bringe ich schnell hinter mich, und dann geht's schon wieder bergan zum Passo di Lavazé. Bei der Abfahrt erwischt mich dann ein kräftiger Regenschauer, den ich unter einem Sonnenschirm in Birchabruck aussitzen kann. Durch das Eggental fahre ich anschließend nach Bozen, wo tropische Temperaturen herrschen. Die Fahrt durch das Sarntal aufs Penser Joch kühlt mich jedoch rasch wieder ab und bei der obligatorischen Zigarettenpause auf der Passhöhe frieren mir aufgrund des kalten Windes fast die Finger ab.

Die anschließende Heimreise über Sterzing und Brenner absolviere ich diesmal unbehelligt von beamteten Raubrittern.
 

© josef möltner, aktualisiert am Dienstag, 09. Oktober 2007