Val di Cembra

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Mittwoch, 1. Mai 2002

Val di Cembra

Kurz-Info:

Start: Innsbruck, 08:15 Uhr

Strecke: Brenner - Sterzing - St. Peter im Villnösstal - Lajen - St. Ulrich - Klausen - Kastelruth - Nigerpass - Karerpass - Pedrazzo - Cavalese - Molina (Mittagessen) - Verla - Faedo - Mezzolombardo - Revo - Ultental - Lana (Rauchpause) - Meran - Reschenpass - Landeck

Ziel: Innsbruck, 18:45 Uhr

Dauer: 10:30

gefahrene km: 566

Tachostand: 32.737
Karte
Fotogalerie

 

 

Für viele Biker ist der 1. Mai der klassische Saisonbeginn. Daher nehme ich mir vor, die Hauptverkehrswege zu meiden und neue Routen zu erkunden.

Da ich schon früh aufbreche, bin ich sogar auf der Brennerstrecke fast allein unterwegs, erst ab Sterzing treffe ich auf vereinzelte Motorradfahrer, im Eisacktal werden es dann aber immer mehr. Bei Freienfeld muss ich die erste Zwangspause einlegen, um eine Marienprozession mit ca. 3.000 Teilnehmern (lt. Carabiniere) die Straße passieren zu lassen. Dann geht es weiter über Brixen bis Gufidaun, wo ich nach links ins Villnösstal einbiege. Auf einem herrlichen Sträßchen fahre ich bis St. Peter, wo der erste Capuccino fällig wird. Dann geht es wieder zurück bis Gufidaun, wo ich die Direktverbindung ins Grödner Tal leider gesperrt vorfinde und deshalb wieder ins Eisacktal fahre und die bei der Autobahnauffahrt Klausen beginnende Straße nehme. Über Lajen, Cevas und St. Peter gelange ich nach St. Ulrich im Grödner Tal und biege dort nach rechts in den Tunnel Richtung Kastelruth. Auf dieser wundervollen Strecke fahre ich bis hinter Völs am Schlern und biege dann links ab, um die Auffahrt zum Nigerpass in Angriff zu nehmen. Auch hier gibt es Kurven ohne Ende und Null Verkehr. Vorbei am Hotel Latemar geht's dann zum Karerpass, wo eine Rauch- und Pinkelpause eingelegt wird.

Faver im Val di CembraNach der Abfahrt ins Fassatal geht's südwärts über Predazzo und Cavalese bis Molina und auch hier wieder in Richtung Süden bis zum Eingang ins Val di Cembra. Wo sich die Straße teilt, nehme ich mein Mittagessen in Form eines Vitello Tonnato con Insalata mista zu mir und fahre anschließend auf der westlichen Talseite weiter. Hoch über dem Flussbett des Avisio führt hier eine herrliche Strecke mit zahlreichen Brücken eng an den Hang gebaut nach Süden. Über Cembra gelange ich nach Verla und biege dort nach Westen ab, um über Faedo bei San Michele al Adige das Etschtal zu erreichen. Ich überquere die Etsch und fahre über Mezzolombardo in das Nonstal. Auf der verkehrsreichen Strecke nach Fondo biege ich hinter Sanzeno nach links ab, wo die Straße zuerst in den Talboden und dann wieder hoch nach Revo führt.

Hier beginnt die steile Auffahrt zu den deutschsprachigen Dörfern am Nonsberg, und ich bin wieder fast allein auf der Straße. Über Laurein und Proveis führt eine relativ neue Verbindung, die bald nach ihrer Eröffnung wegen Baumängeln geschlossen werden musste und seit dem Vorjahr wieder geöffnet ist, ins Ultental. Von hier gelange ich nach Lana und lege wieder eine Kaffeepause ein. Für die letzte Etappe nehme ich mir die Strecke durch das Vinschgau vor, da ich hier schon lange nicht mehr gefahren bin und auf dem Jaufenpass vermutlich ohnehin die Hölle los ist. Rund um Meran herrscht das übliche Verkehrschaos, aber dann geht's recht zügig bis zum Reschen-Stausee, wo die letzte Zigarettenpause eingelegt wird. Anschließend fahre ich über den Reschenpass bis Landeck und auf der B171 heim.

>Eine tolle, abwechslungsreiche Tour auf großteils traumhaften Nebenstrecken.

© josef möltner, aktualisiert am Dienstag, 09. Oktober 2007