
|
Belluno - Lienz |

|
|
|
Saisonabschlusstour
Die
Saison neigt sich dem Ende zu, deshalb beschließen Hanne und ich, dieses
letzte September-Wochenende noch einmal für eine mehrtägige Tour in den
Süden zu nützen.
Da
sich Belluno als Ausgangsort bereits im Juni bewährt hat, reservieren
wir übers Internet ein Zimmer in dem zentral gelegenen Hotel Capelli
e Cadore.
Wir planen nur grob, was wir zwischen Donnerstag Mittag und Sonntag
Abend unter die Räder nehmen wollen und machen den Rest vom Wetter und
unserer Laune abhängig.
Premiere: Erstmals wird Hanne mit unserer kleinen Zweitkamera auch
Bilder aus Sicht der Sozia beisteuern. |

|
|
Durch
Pustertal und Gadertal
|
|
Kurz-Info:
Start:
Innsbruck, 13:15 Uhr
Strecke:
A 13
bis Brixen - St. Lorenzen - Gadertal Panoramastraße - Valparolo
(Zigarettenpause 15:30) - Giau - Caprile (Kaffeepause 16:30) - Agordo
Ziel:
Belluno, 17:45 Uhr
Dauer:
04:30 Stunden
Tages-km:
252
Tachostand:
17.391
Karte
Fotogalerie
|
Damit wir rasch an unser
Ziel gelangen und die Anfahrt trotzdem genießen können, habe ich mich
für die Route durch das Pustertal entschieden.
Bis
Brixen geht's erst einmal auf der Autobahn und anschließend bei
wenig Verkehr auf der Staatsstraße bis St. Lorenzen. Hier biegen wir nach Süden
ins Gadertal ab.
Auf der SS244 kommen wir nicht weit, denn schon nach wenigen Kilometern
beginnt eine Riesenbaustelle. Die Umleitung eröffnet uns allerdings ein
ganz besonderes Erlebnis: eine schmale Straße führt steil bergan, und
bald finden wir uns auf der Panoramastraße wieder, die hoch über dem Tal
nach Süden führt. Durch verschlafene Weiler, über grüne Almwiesen und
durch dunkle Waldstrecken geht's gemütlich südwärts, mit herrlichen
Ausblicken auf die Gipfel der Dolomiten. Erst bei St. Martin in Thurn
erreichen wir wieder die Talsohle und fahren auf der neben dem Fluss
verlaufenden Staatsstraße weiter bis Stern.
Hier entscheiden wir uns zur Auffahrt auf den Passo di
Valparola. Auf der Passhöhe machen wir kurz Halt und fahren dann ab
über den Passo di Falzarego in Richtung Cortina d'Ampezzo. Und
weil's so schön ist, nehmen wir auch noch den Passo di Giau mit,
für mich ein alter Bekannter, für Hanne ein neues Erlebnis. Nach der
Abfahrt kehren wir in Caprile auf einen Cappucino ein und
genießen anschließend die letzten Kilometer über Alleghe und
Agordo bis zu unserem Ziel Belluno.
Unser Hotel Capelli e Cadore liegt mitten in der Fußgängerzone
und bietet auch einen komfortablen Abstellplatz für das Motorrad. Nach
dem Einchecken spazieren wir durch das romantische Städtchen und essen
in der Trattoria "La Taverna" zu Abend.
|

|
|
Abstecher
nach Bassano del Grappa
|
|
Kurz-Info:
Start:
Belluno, 11:15 Uhr
Strecke:
Cesena - Pederobba - Bassano (Mittagessen 13:45) - Passo Aune - Feltre
(Kaffeepause 16:35) -
Ziel:
Belluno, 17:39 Uhr
Dauer:
06:24 Stunden
Tages-km:
197
Tachostand:
17.588
Karte
Fotogalerie |
Es herbstelt bereits. Der
Morgen ist kühl und im Tal etwas nebelig, daher spazieren wir nach dem
Frühstück erst einmal durch die Stadt, besichtigen Kirche und Kloster
und nehmen einen Capuccino in einem Straßencafe.
Als
sich die Sonne mehr und mehr gegen die Wolken durchsetzt, fahren wir auf
kleinen Seitenstraßen südlich des Piave in Richtung Südwesten. Bei
Cesana biegen wir nach Süden ab und fahren durch ein karges Tal in
Richtung Pederobba. Unterwegs muss ich einen Tankstopp einlegen
und dabei zusehen, wie der Tankautomat meinen Zehn-Euro-Schein
verschluckt, ohne die geringste Bereitschaft zu zeigen, dafür die
erwartete Gegenleistung zu erbringen. Der herbeigerufene
Tankstellenpächter ist nach wort- und gestenreichen Erklärungen aber
schließlich bereit, den wertvollen Sprit doch in meinen Tank fließen zu
lassen. Die restlichen Kilometer nach Bassano del Grappa
verlaufen dafür um so
genussvoller.
Wir fahren durch das nördliche Tor in die Stadt ein und machen erst
einmal Halt für eine ausgiebige Fotopause. Dann finden wir auf dem Platz
vor dem Castello ein originelles Ristorante für die Mittagsrast.
Über die verkehrsreiche Transitstrecke durch das Val Sugana
fahren wir dann bis San Vito. Hier biegen wir nach Osten
ab, durchfahren einen Tunnel und halten uns entlang dem Fluss Cismon
nordwärts, bis wir bei Sovramonte eine alte Steinbrücke
überqueren. Hier beginnt die abenteuerliche Auffahrt zum Passo Croce
d'Aune. In engen, steilen Kehren geht es - Gottlob ohne Gegenverkehr
- rasch auf die 1011m hoch gelegene Passhöhe. Da es hier nicht viel zu
sehen gibt, fahren wir nach einem kurzen Fotostopp gemütlich ab nach
Feltre.
Nach einer kurzen Kaffeepause am Fuße des mächtigen Palazzo treten wir
die letzte Etappe über die viel befahrene Hauptstraße nach Belluno
an. Den Tag beschließen wir bei einer Pizza gleich um's Eck.
|

|
|
Durch Friaul
und Kärnten nach Lienz
|
|
Kurz-Info:
Start:
Belluno, 09:20 Uhr
Strecke:
Pieve
di Cadore (Kaffeepause 10:20) - S. Stefano - Sappada - Rigolato
(Zigarettenpause 11:43) - Tolmezzo - Plöckenpass - Kötschach - St. Jakob
im Lesachtal (Mittagessen 13:26) - Tassenbach - Anras (Kaffeepause
15:17) -
Ziel:
Lienz, 16:30 Uhr
Dauer:
07:10 Stunden
Tages-km:
271
Tachostand:
17.859
Karte
Fotogalerie |
Da wir mit dem
Preis-Leistungsverhältnis unseres Hotels nicht zufrieden sind,
beschließen wir, heute nach Lienz weiter zu reisen. Per Telefon
reserviere ich ein Zimmer im alt bekannten Gasthof Neuwirt, dann brechen
wir auf in Richtung Norden.
Durch
das Piave-Tal fahren wir mit einer kurzen Kaffeepause in Pieve
di Cadore bis Santo Stefano di Cadore. Hier biegen wir nach
rechts ab und nehmen die kurvenreiche Strecke zum Sappadapass (1299m)
unter die Räder. Hier tritt Hanne erstmals als Fotoreporterin in Aktion
und schießt Dutzende Bilder aus der Sozia-Perspektive. Der Kurvenspass
endet in Villa Santina, wo wir auf die Schnellstraße nach
Tolmezzo auffahren.
Auf der SS52 geht es dann wieder nordwärts. Zügig gelangen wir bis zur
Südrampe des Plöckenpasses (1362m), um dann die letzten paar
Kehren, die teilweise in unbeleuchteten, gepflasterten Tunnels
verlaufen, zu erklimmen.
Nach 13km steiler, fast kerzengerader Abfahrt erreichen wir
Kötschach-Mauthen und biegen nach links ins Lesachtal ein.
Und hier geht's dann wieder kurvenreich weiter. Die in den letzten
Jahren Stück für Stück ausgebaute Straße führt teilweise in sehr steilen
Kehren und über hohe Brücken am nördlichen Abhang des Lesachtales
westwärts. In St. Jakob essen wir in einem typischen Landgasthaus zu
Mittag und setzen dann unsere Fahrt über Maria Luggau und den
Kartitscher Sattel (1526m) fort. Hier geht es wesentlich
gemütlicher zur Sache, in weit geschwungenen Kurven cruisen wir dem
Pustertal entgegen. Um auch noch die letzten Kilometer voll
auszukosten, fahren wir in Abfaltersbach auf die Pustertaler
Höhenstraße auf und genießen den Blick auf die Lienzer Dolomiten in
der herbstlichen Sonne.
Im Gasthof Neuwirt beziehen wir ein gemütliches Zimmer und
schlendern anschließend zum Hauptplatz. Bei einem ausgezeichneten
Abendessen im Adlerstüberl beenden wir diesen ereigniseichen Tag.
|
|

|
|
Heimreise mit
Umwegen
|
|
Kurz-Info:
Start:
Lienz, 09:45 Uhr
Strecke:
Felbertauern - Mittersill (Kaffeepause) - Pass Thurn - Kitzbühel - Brixental
- Breitenbach - Reintaler See (Zigarettenpause 12:51) -
Ziel:
Innsbruck, 15:00 Uhr
Dauer:
06:15 Stunden
Tages-km:
207
Tachostand:
18.066
Karte
Fotogalerie |
Heute
ist der letzte Tag unserer Tour angebrochen. Das Wetter ist wie schon in den
letzten Tagen herbstlich-schön.
Bei mäßigem Verkehr fahren wir nach Matrei in Osttirol, wo die
Felbertauernstraße beginnt. Nach einer dreiviertel Stunde haben wir
schon den Tunnel passiert und legen auf der Salzburger Seite einen Fotostopp
ein. Dann geht's hinunter nach Mittersill und gleich wieder hoch auf
die Pass-Thurn-Straße. Bei einer weiteren Rast vor der Passhöhe
sitzen wir in der Sonne und genießen den herrlichen Blick auf die Gipfel der
Venedigergruppe.
Über Kitzbühel und das Brixental erreichen wir Wörgl. Jetzt wäre es
nicht mehr weit nach Hause, aber weil's so schön ist, überqueren wir bei
Breitenbach den Inn und genießen die Fahrt entlang der Reintaler Seen. Nach
einem letzten Fotostopp geht's dann aber doch nach Brixlegg und durch das
Inntal nach Hause.
*** |
|