Belluno - Lienz

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4. Tag: Lienz - Innsbruck Belluno - Bassano - Belluno Innsbruck - Belluno Belluno - Lienz

Saisonabschlusstour

Die Saison neigt sich dem Ende zu, deshalb beschließen Hanne und ich, dieses letzte September-Wochenende noch einmal für eine mehrtägige Tour in den Süden zu nützen.

Da sich Belluno als Ausgangsort bereits im Juni bewährt hat, reservieren wir übers Internet ein Zimmer in dem zentral gelegenen Hotel Capelli e Cadore.

Wir planen nur grob, was wir zwischen Donnerstag Mittag und Sonntag Abend unter die Räder nehmen wollen und machen den Rest vom Wetter und unserer Laune abhängig.

Premiere: Erstmals wird Hanne mit unserer kleinen Zweitkamera auch Bilder aus Sicht der Sozia beisteuern.

 

1. Tag: Donnerstag, 30. September 2004

Durch Pustertal und Gadertal

Kurz-Info:

Start: Innsbruck, 13:15 Uhr

Strecke: A 13 bis Brixen - St. Lorenzen - Gadertal Panoramastraße - Valparolo (Zigarettenpause 15:30) - Giau - Caprile (Kaffeepause 16:30) - Agordo

Ziel: Belluno, 17:45 Uhr

Dauer: 04:30  Stunden

Tages-km: 252

Tachostand: 17.391

Karte
Fotogalerie

 

Damit wir rasch an unser Ziel gelangen und die Anfahrt trotzdem genießen können, habe ich mich für die Route durch das Pustertal entschieden.

Gadertal-PanoramastraßeBis Brixen geht's erst einmal auf der Autobahn und anschließend bei wenig Verkehr auf der Staatsstraße bis St. Lorenzen. Hier biegen wir nach Süden ins Gadertal ab.

Auf der SS244 kommen wir nicht weit, denn schon nach wenigen Kilometern beginnt eine Riesenbaustelle. Die Umleitung eröffnet uns allerdings ein ganz besonderes Erlebnis: eine schmale Straße führt steil bergan, und bald finden wir uns auf der Panoramastraße wieder, die hoch über dem Tal nach Süden führt. Durch verschlafene Weiler, über grüne Almwiesen und durch dunkle Waldstrecken geht's gemütlich südwärts, mit herrlichen Ausblicken auf die Gipfel der Dolomiten. Erst bei St. Martin in Thurn erreichen wir wieder die Talsohle und fahren auf der neben dem Fluss verlaufenden Staatsstraße weiter bis Stern.

Hier entscheiden wir uns zur Auffahrt auf den Passo di Valparola. Auf der Passhöhe machen wir kurz Halt und fahren dann ab über den Passo di Falzarego in Richtung Cortina d'Ampezzo. Und weil's so schön ist, nehmen wir auch noch den Passo di Giau mit, für mich ein alter Bekannter, für Hanne ein neues Erlebnis. Nach der Abfahrt kehren wir in Caprile auf einen Cappucino ein und genießen anschließend die letzten Kilometer über Alleghe und Agordo bis zu unserem Ziel Belluno.

Unser Hotel Capelli e Cadore liegt mitten in der Fußgängerzone und bietet auch einen komfortablen Abstellplatz für das Motorrad. Nach dem Einchecken spazieren wir durch das romantische Städtchen und essen in der Trattoria "La Taverna" zu Abend.
 

2. Tag: Freitag, 01. Oktober 2004

Abstecher nach Bassano del Grappa

Kurz-Info:

Start: Belluno, 11:15 Uhr

Strecke: Cesena - Pederobba - Bassano (Mittagessen 13:45) - Passo Aune - Feltre (Kaffeepause 16:35) - 

Ziel: Belluno, 17:39 Uhr

Dauer: 06:24  Stunden

Tages-km: 197

Tachostand: 17.588

Karte
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Es herbstelt bereits. Der Morgen ist kühl und im Tal etwas nebelig, daher spazieren wir nach dem Frühstück erst einmal durch die Stadt, besichtigen Kirche und Kloster und nehmen einen Capuccino in einem Straßencafe.

bei SovramonteAls sich die Sonne mehr und mehr gegen die Wolken durchsetzt, fahren wir auf kleinen Seitenstraßen südlich des Piave in Richtung Südwesten. Bei Cesana biegen wir nach Süden ab und fahren durch ein karges Tal in Richtung Pederobba. Unterwegs muss ich einen Tankstopp einlegen und dabei zusehen, wie der Tankautomat meinen Zehn-Euro-Schein verschluckt, ohne die geringste Bereitschaft zu zeigen, dafür die erwartete Gegenleistung zu erbringen. Der herbeigerufene Tankstellenpächter ist nach wort- und gestenreichen Erklärungen aber schließlich bereit, den wertvollen Sprit doch in meinen Tank fließen zu lassen. Die restlichen Kilometer nach Bassano del Grappa verlaufen dafür um so genussvoller.

Wir fahren durch das nördliche Tor in die Stadt ein und machen erst einmal Halt für eine ausgiebige Fotopause. Dann finden wir auf dem Platz vor dem Castello ein originelles Ristorante für die Mittagsrast.

Über die verkehrsreiche Transitstrecke durch das Val Sugana fahren wir dann  bis San Vito. Hier biegen wir nach Osten ab, durchfahren einen Tunnel und halten uns entlang dem Fluss Cismon nordwärts, bis wir bei Sovramonte eine alte Steinbrücke überqueren. Hier beginnt die abenteuerliche Auffahrt zum Passo Croce d'Aune. In engen, steilen Kehren geht es - Gottlob ohne Gegenverkehr - rasch auf die 1011m hoch gelegene Passhöhe. Da es hier nicht viel zu sehen gibt, fahren wir nach einem kurzen Fotostopp gemütlich ab nach Feltre.

Nach einer kurzen Kaffeepause am Fuße des mächtigen Palazzo treten wir die letzte Etappe über die viel befahrene Hauptstraße nach Belluno an. Den Tag beschließen wir bei einer Pizza gleich um's Eck. 
 

3. Tag: Samstag, 02. Oktober 2004

Durch Friaul und Kärnten nach Lienz

Kurz-Info:

Start: Belluno, 09:20 Uhr

Strecke: Pieve di Cadore (Kaffeepause 10:20) - S. Stefano - Sappada - Rigolato (Zigarettenpause 11:43) - Tolmezzo - Plöckenpass - Kötschach - St. Jakob im Lesachtal (Mittagessen 13:26) - Tassenbach - Anras (Kaffeepause 15:17) - 

Ziel: Lienz, 16:30 Uhr

Dauer: 07:10  Stunden

Tages-km: 271

Tachostand: 17.859

Karte
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Da wir mit dem Preis-Leistungsverhältnis unseres Hotels nicht zufrieden sind, beschließen wir, heute nach Lienz weiter zu reisen. Per Telefon reserviere ich ein Zimmer im alt bekannten Gasthof Neuwirt, dann brechen wir auf in Richtung Norden.

im LesachtalDurch das Piave-Tal fahren wir mit einer kurzen Kaffeepause in Pieve di Cadore bis Santo Stefano di Cadore. Hier biegen wir nach rechts ab und nehmen die kurvenreiche Strecke zum Sappadapass (1299m) unter die Räder. Hier tritt Hanne erstmals als Fotoreporterin in Aktion und schießt Dutzende Bilder aus der Sozia-Perspektive. Der Kurvenspass endet in Villa Santina, wo wir auf die Schnellstraße nach Tolmezzo auffahren.

Auf der SS52 geht es dann wieder nordwärts. Zügig gelangen wir bis zur Südrampe des Plöckenpasses (1362m), um dann die letzten paar Kehren, die teilweise in unbeleuchteten, gepflasterten Tunnels verlaufen, zu erklimmen.

Nach 13km steiler, fast kerzengerader Abfahrt erreichen wir Kötschach-Mauthen und biegen nach links ins Lesachtal ein. Und hier geht's dann wieder kurvenreich weiter. Die in den letzten Jahren Stück für Stück ausgebaute Straße führt teilweise in sehr steilen Kehren und über hohe Brücken am nördlichen Abhang des Lesachtales westwärts. In St. Jakob essen wir in einem typischen Landgasthaus zu Mittag und setzen dann unsere Fahrt über Maria Luggau und den Kartitscher Sattel (1526m) fort. Hier geht es wesentlich gemütlicher zur Sache, in weit geschwungenen Kurven cruisen wir dem Pustertal entgegen. Um auch  noch die letzten Kilometer voll auszukosten, fahren wir in Abfaltersbach auf die Pustertaler Höhenstraße auf und genießen den Blick auf die Lienzer Dolomiten in der herbstlichen Sonne.

Im Gasthof Neuwirt beziehen wir ein gemütliches Zimmer und schlendern anschließend zum Hauptplatz. Bei einem ausgezeichneten Abendessen im Adlerstüberl beenden wir diesen ereigniseichen Tag.
 

4. Tag: Sonntag, 03. Oktober 2004

Heimreise mit Umwegen

Kurz-Info:

Start: Lienz, 09:45 Uhr

Strecke: Felbertauern - Mittersill (Kaffeepause) - Pass Thurn - Kitzbühel - Brixental - Breitenbach - Reintaler See (Zigarettenpause 12:51) -

Ziel: Innsbruck, 15:00 Uhr

Dauer: 06:15  Stunden

Tages-km: 207

Tachostand: 18.066

Karte
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Heute ist der letzte Tag unserer Tour angebrochen. Das Wetter ist wie schon in den letzten Tagen herbstlich-schön.

am FelbertauernBei mäßigem Verkehr fahren wir nach Matrei in Osttirol, wo die Felbertauernstraße beginnt. Nach einer dreiviertel Stunde haben wir schon den Tunnel passiert und legen auf der Salzburger Seite einen Fotostopp ein. Dann geht's hinunter nach Mittersill und gleich wieder hoch auf die Pass-Thurn-Straße. Bei einer weiteren Rast vor der Passhöhe sitzen wir in der Sonne und genießen den herrlichen Blick auf die Gipfel der Venedigergruppe.

Über Kitzbühel und das Brixental erreichen wir Wörgl. Jetzt wäre es nicht mehr weit nach Hause, aber weil's so schön ist, überqueren wir bei Breitenbach den Inn und genießen die Fahrt entlang der Reintaler Seen. Nach einem letzten Fotostopp geht's dann aber doch nach Brixlegg und durch das Inntal nach Hause.
 

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© josef möltner, aktualisiert am Dienstag, 09. Oktober 2007