Malcesine
Wochenendtrip zum Gardasee

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1. Tag: Freitag, 13. August 2004

Auf bekannten Wegen zum Gardasee

Kurz-Info:

Start: Innsbruck, 13:15 Uhr

Strecke: Auer (Kaffeepause 15:00) - Mezzolombardo - Fai della Paganella - Molveno -  Ponte Arche (Kaffeepause 16:29) - Tenno - Riva

Ziel: Malcesine, 18:00 Uhr

Dauer: 04:45  Stunden

Tages-km: 263

Tachostand: 14.322

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Hanne hat im "Tourenfahrer" ein Partnerhotel entdeckt, das sich für einen Wochenendtrip zum Gardasee geradezu anbietet.

Auf der Autobahn geht's über den Brenner bis San Michele, dann auf die Staatsstraße ins Nonstal und gleich hinter Mezzolombardo hoch zur Fai della Paganella. Diese Passstraße ist herrlich zu fahren, und so überwinden wir rasch die 750m Höhenunterschied nach Andalo. Durch Molveno, anschließend auf der östlichen Uferstraße des gleichnamigen Sees und dann hoch über dem Tal fahren wir weiter nach Ponte Arche, wo eine Cappuccino-Pause eingelegt wird.

Der nächste Stopp bei Tenno bietet uns einen herrlichen Blick auf den Gardasee und die ihn umgebenden Berge. Bei der Abfahrt nach Riva wird es mit jedem Höhenmeter wärmer, und es stellt sich jenes unbeschreibliche Urlaubsgefühl ein, das uns jedes mal überkommt, wenn wir uns dem "Meer der Tiroler" nähern. Die restlichen paar Kilometer bis zu unserem Ziel gehen verkehrsbedingt recht beschaulich vorüber, was uns aber keineswegs stört.

Im Hotel Alba begrüßt uns die deutschstämmige Wirtin und führt uns in unser Zimmer, von dem aus wir einen herrlichen Blick auf den See genießen. Das Motorrad findet Platz in der geräumigen Garage, dann lassen wir uns ein kühles Bier im schattigen Garten hinter dem Haus schmecken. Den Abend beschließen wir nach einem ausgiebigen Spaziergang durch Malcesine bei einem echt italienischen Abendessen am Seeufer.
 

2. Tag: Samstag, 14. August 2004

Ins Hinterland von Limone

Kurz-Info:

Start: Malcesine, 12:30 Uhr

Strecke: Riva - Limone - Vesio (Kaffeepause 13:52) - Idro (Mittagessen 15:51) - Vestone - Salo - Maderno - Fähre - Torri - San Zeno

Ziel: Malcesine, 18:45 Uhr

Dauer: 06:15  Stunden

Tages-km: 177

Tachostand: 14.499

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Ein herrlicher Samstagmorgen - nach dem Frühstück schlendern wir durch die Stadt, denn heute ist Markttag.

Aber dann hält uns nichts mehr, wir satteln unsere Kuh und fahren nordwärts bis Riva, wo uns das übliche Verkehrschaos erwartet. Im Einbahngewirr finden wir schließlich die westliche Ortsausfahrt und fahren auf der Gardesana occidentale südwärts bis Limone. Hier biegen wir nach rechts und folgen der Straße zum Passo di Tremalzo, der für Motorräder allerdings gesperrt ist. In Vesio legen wir eine Kaffeepause ein und genießen die Aussicht auf den weit unter uns liegenden See. Wir folgen dem engen Sträßchen, das zuerst über grüne Wiesen, dann durch schattige Wälder südwärts führt, bis wir kurz vor Gargnano wieder auf der Uferstraße ankommen.

Doch schon nach wenigen hundert Metern geht's wieder bergauf. Eine sehr gut ausgebaute Straße führt in wenigen Kehren mit herrlichen Ausblicken hinauf nach Navazzo, dann beginnt die Fahrt auf dem abenteuerlich schmalen Sträßchen durch das Valvestino. Beim gleichnamigen Stausee halten wir kurz an für ein paar Fotos. Über Zumié gelangen wir nach Idro, wo wir direkt am Seeufer eine kleine Bar finden, in der wir ein bescheidenes Mittagessen in Form von Panini con Prosciutto verzehren.

Anschließend fahren wir ein kurzes Stück auf der SS 237 südwärts bis Nozza, dann biegen wir nach links ab in Richtung Saló. Um dem starken Wochenendverkehr am Südufer des Gardasees zu entgehen, fahren wir lieber nordwärts bis Maderno und nehmen dann die Fähre, die uns in etwa 30 Minuten nach Torri di Benaco bringt. Dort angekommen, nehmen wir noch die Auffahrt nach San Zeno in Angriff, einem beliebten Aussichtspunkt hoch über dem See. Die Nachmittagssonne heizt jetzt erbarmungslos auf uns herunter, und Hanne gibt mir unmissverständlich zu erkennen, dass sie ohne weitere Umwege ins Hotel kommen möchte...
 

3. Tag: Sonntag, 15. August 2004

Heimfahrt abseits des Reiseverkehrs

Kurz-Info:

Start: Malcesine, 09:30 Uhr

Strecke: Torbole - Arco - Trient - Madrano (Kaffeepause 10:53) - Cavalese - Lavaze (Zigarettenpause 12:32) - Eggental - Ritten - Penser Joch

Ziel: Innsbruck, 17:30 Uhr

Dauer: 08:00  Stunden

Tages-km: 301

Tachostand: 14.800

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Heute heißt es Abschied nehmen vom Hotel Villa Alba und seinen freundlichen Wirtsleuten.

Nach dem Frühstück fahren wir auf der Gardesana nordwärts bis Torbole, dann aber nicht in Richtung Rovereto sondern beim Kreisverkehr nach den beiden Kehren weiter nach Norden bis Arco. Über Dro, Sarche und Vezzano geht's dann bei wechselnd starkem Wochenendverkehr nach Trient. Hier folgen wir den Schildern in Richtung Padua und gelangen so auf die SS47, die durchs Valsugana nach Südosten führt.

Diese verlassen wir jedoch schon bald wieder bei der Abfahrt Madrano und biegen nach Norden ab, um ins Val di Piné einzufahren. Nach einer kurzen Kaffeepause in einer Bar am Straßenrand, bei der uns ein redseliger Einheimischer wortreich die Weiterfahrt erklärt, gelangen wir auf einigen herrlich zu fahrenden weit geschwungenen Kehren nach Baselga di Piné. Vorbei am Lago di Serraia und Lago di Piazze fahren wir über Brusago nach Sover. Durch dichte Wälder geht's hoch über dem Tal bis Molina, wo sich die beiden nördlich und südlich des Flusses Avisio durchs Val di Cembra führenden Straßen vereinigen.

Ein steiler Anstieg ins Ortszentrum von Molina, eine scharfe Rechtskurve, und es sind nur noch wenige Kilometer bis Cavalese, dem Tor zum Val di Fiemme. Hier machen wir noch einmal kurz Rast, kaufen uns etwas zu trinken und suchen Schutz vor der Mittagshitze. Dann nehmen wir den Anstieg auf das Lavazejoch in Angriff. Auf der Passhöhe tummeln sich hunderte Ausflügler, und es herrscht Volksfeststimmung. Kein Wunder - heute ist schließlich Ferragosto.

Die Abfahrt nach Birchabruck und anschließend durch das wildromantische Eggental gestaltet sich aber wieder sehr gemütlich. In Bozen angekommen, nehmen wir die Auffahrt zum Ritten unter die Räder, landschaftlich und fahrerisch immer wieder ein Leckerbissen. Apropos Leckerbissen: jetzt wär's höchste Zeit für ein Mittagessen! Wir steuern einen viel versprechenden Gasthof in Wolkenstein an und genießen - die schöne Aussicht und einen Cappuccino, sonst nichts, denn die Küche ist kalt. Also fahren wir weiter über Wangen, hinunter ins Sarntal und hinauf aufs Penser Joch. Über Sterzing und den Brenner geht's schließlich ohne weiteren Zwischenstopp nach Hause.
 

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© josef möltner, aktualisiert am Dienstag, 09. Oktober 2007