Österreich-Rundfahrt

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1. Tag: Sonntag, 22. August 2004

Ins Ausseerland

Kurz-Info:

Start: Innsbruck, 10:15 Uhr

Strecke: A12 bis Wörgl - St. Johann - Saalfelden - Dienten - Lend - Rauriser Höhe - Schwarzach (Mittagessen 13:43 Gh Post) - Wagrain - Lammertal - Gosau - Hallstatt - Bad Aussee

Ziel: Bad Mitterndorf, 17:15 Uhr

Dauer: 07:00 Stunden

Tages-km: 332

Tachostand: 15.132

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Die letzte Augustwoche wollen wir für eine Österreichrundfahrt nutzen.

Rauchpause in HallstattDie Strecke bis Wörgl legen wir auf der Inntalautobahn zurück, um anschließend über St. Johann und Hochfilzen nach Saalfelden zu fahren. Von hier aus fahren wir über Dienten nach Lend. Nach einem nicht geplanten Abstecher auf die Rauriser Höhe essen wir in Schwarzach zu Mittag. Anschließend geht's über St. Johann im Pongau und die Wagrainer Höhe (933m) nah Eben im Pongau und ins Lammertal.

Über den Pass Gschütt (964m) gelangen wir durchs Gosautal nach Hallstatt, wo eine Zigarettenpause eingelegt wird. Dann umrunden wir die Südspitze des Hallstätter Sees und überqueren hinter Obertraun die Grenze zur Steiermark. Bei Bad Aussee gelangen wir auf die B 145, auf der wir schließlich die letzten Kilometer bis zu unserem Tagesziel, Bad Mitterndorf, zurücklegen.

Im Hotel Post beziehen wir ein geräumiges Zimmer und lassen den Tag nach einem ausgiebigen Sparziergang bei einem hervorragenden Abendessen ausklingen.
 

 

2. Tag: Montag, 23. August 2004

Entlang der Steirisch-Niederösterreichischen Grenze

Kurz-Info:

Start: Bad Mitterndorf, 10:00 Uhr

Strecke: Liezen - Pyhrn - Windischgarsten - Hengstpass - Altenmarkt (Kaffeepause 11:56) - Palfau - Lunz am See (Mittagessen 13:30) - Erlaufsee (Zigarettenpause) - Mariazell - St. Aegyd - Schwarzau (Zigarettenpause 16:35) -

Ziel: Gloggnitz, 17:20 Uhr

Dauer: 07:20 Stunden

Tages-km: 273

Tachostand: 15.405

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Die heutige Tour führt uns entlang der Landesgrenze zwischen der Steiermark und Niederösterreich in Richtung Osten.

am HengstpassZuerst fahren wir nach Liezen, dem nördlichst gelegenen Ort des Ennstals. Hier beginnt die Auffahrt zum Pyhrnpass (954m), über den wir erst einmal ins Oberösterreichische Windischgarsten  gelangen. Inzwischen hat sich das Wetter so weit gebessert, dass wir das bislang dringend benötigte Innenfutter unserer Jacken getrost im Topcase verstauen können. In Richtung Osten fahrend erklimmen wir den Hengstpass (985m) und fahren durchs Kampertal ab nach Altenmarkt. In einem Gastgarten hoch über der Enns nehmen wir einen Kaffee zu uns und genießen die Aussicht.

Die nächste Etappe führt in nordöstlicher Richtung über Palfau und Göstling zum idyllisch gelegenen Lunzer See. Das Mittagessen genießen wir in der Seetaverne neben dem Schloss Seehof. Über Langau und Neuhaus geht die Fahrt anschließend weiter auf den Zellerain (1125m) und hinunter zum Erlaufsee, der idyllisch am Fuße der Gemeindealpe liegt.

Quasi gleich ums Eck liegt Mariazell, der wohl berühmteste Wallfahrtsort Österreichs. Den lassen wir aber links liegen, um weiter in östlicher Richtung bis Terz und dann nordwärts nach St. Ägid am Neuwalde zu fahren. Von hier führt die B21 weiter zum Ochssattel. Kurz vor der Passhöhe entdecken wir jedoch eine Abzweigung, die uns auf eine kleine, talwärts verlaufende Nebenstraße führt. Nach einigen Hundert Metern beginnt eine Baustelle und beschert uns mit den restlichen ca. zehn Kilometern Schotterpiste echtes Enduro-"Erlebnis". Froh, wieder festen Asphalt unter den Rädern zu haben, legen wir anschließend an einem kleinen Badesee bei Schwarzau im Gebirge gleich eine Erholungspause ein.

Von hier aus verläuft die Fahrt recht gemütlich bis Gloggnitz, wo wir  im Gasthof Maurer bereits telefonisch ein Zimmer reserviert haben. Für das Motorrad wird uns ein gut geschützter Parkplatz im Gastgarten angeboten. Wir erkunden Schloss Gloggnitz, essen in einem italienischen Restaurant zu Abend und beschließen diesen Tag gemütlich bei einem Espresso im Stadtcafé.
 

3. Tag: Dienstag, 24. August 2004

Über Semmering und Wechsel in die Oststeiermark

Kurz-Info:

Start: Gloggnitz, 09:30 Uhr

Strecke: Breitenstein - Semmering - Steinhaus - Pfaffensattel - Feistritzsattel - Kirchberg am Wechsel (Kaffeepause 11:24) - Aspang - Mönichkirchen - Pinkafeld - Oberwart - Hartberg (Mittagessen 13:17) - Fürstenfeld - Lembach

Ziel: Riegersburg, 15:45 Uhr

Dauer: 06:15 Stunden

Tages-km: 219

Tachostand: 15.624

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Heute geht's wieder zurück in die Steiermark.

SemmeringbahnDer Wirt gibt uns noch wertvolle Tipps, wie wir auf dem Weg nach Süden am meisten von den eindrucksvollen Bauwerken der
Semmeringbahn zu sehen bekommen. Und so starten wir in Richtung Schottwien, fahren weiter nach Breitenstein und erhalten am dortigen Bahnhof von freundlichen Bahnarbeitern bereitwillig Auskunft über die interessantesten Aussichtspunkte entlang der Strecke. Nicht ohne an einem imposanten Viadukt eine Fotopause eingelegt zu haben, gelangen wir auf einer engen, fast verkehrsfreien Straße zum Semmering Kurort. Von der Bahnhofstraße führt eine Zufahrt direkt auf die B 306, die Semmering-Schnellstraße.

Bei Steinhaus verlassen wir diese wieder und erklimmen auf einem idyllischen, verlassenen Strässchen in südöstlicher Richtung den Pfaffensattel (1372m), um anschließend von Rettenegg wieder nordwärts über den Feistritzsattel (1290m) zu fahren. Nach der Abfahrt legen wir im verschlafenen Kirchberg am Wechsel eine Kaffeepause ein. Über St. Corona am Wechsel gelangen wir bei Aspang-Markt auf die B 54, die Wechselbundesstraße. Diese weist noch immer den gleich miserablen Fahrbahnbelag wie schon vor fünf Jahren auf und der starke Wind auf der Steirischen Seite des Wechsels macht die Fahrt zudem nicht gerade gemütlich.

Zwischen Pinggau und Pinkafeld überqueren wir die Landesgrenze ins Burgenland. Auf der anschließenden, ohnehin nicht sehr abwechslungsreichen Strecke weht wiederum so starker Seitenwind, dass wir bei Oberwart diese Gegend gerne in Richtung Steiermark verlassen. In einem Gastgarten im Zentrum von Hartberg essen wir zu Mittag und blicken besorgt zum Himmel, wo sich dichte Wolken zusammenbrauen.

Nach einer letzten Rast in Fürstenfeld geht's wieder auf weniger befahrenen Straßen zwischen Weinbergen in Richtung Süden. Der befürchtete Regen bleibt aus, und so erreichen wir glücklich und müde unser Tagesziel Riegersburg.

Wir beziehen ein komfortables Zimmer im Hotel Gasthof Fink, spazieren hinunter zum Badesee und genießen einen Drink in der Abendsonne.
 

4. Tag: Mittwoch, 25. August 2004

Über Graz nach St. Pölten

Kurz-Info:

Start: Riegersburg, 09:45 Uhr

Strecke: Graz - Gratkorn (Kaffeepause 11:09) - Seebergsattel (Kaffeepause 13:01) - Mariazell - Annaberg - Lehenrotte (Zigarettenpause 14:32) -

Ziel: St. Pölten, 15:45 Uhr

Dauer: 06:00 Stunden

Tages-km: 259

Tachostand: 15.883

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Für den Süden Österreichs ist eine Regenfront prognostiziert, also weichen wir entgegen unseren Plänen nach Norden aus.

SeebergsattelÜber Walkersdorf und Markt Hartmannsdorf fahren wir nach Gleisdorf und weiter durch Graz nach Gratkorn. Hier legen wir eine erste Kaffeepause ein und betrachten sorgenvoll den wolkenverhangenen Himmel. Durch das Murtal fahren wir bis Kapfenberg und biegen dann nach links ab. Bei einem baustellenbedingten Stopp in Thörl ziehen wir unsere Regenkombis über, denn es hat bereits leicht zu tröpfeln begonnen. Auf der regennassen und schlecht asphaltierten Straße zum Seeberg bin ich dementsprechend vorsichtig unterwegs, dennoch stirbt Hanne auf dem Sozius tausend Tode. Erst auf der Passhöhe (1253m) hört der Regen auf, und als wir nach einer Kaffeepause unsere Fahrt fortsetzen, ist die Straße wieder trocken.

Gemütlich schlängelt sich die B 20 über Gusswerk nach Norden bis wir wieder einmal Mariazell erreichen. Auch diesmal halten wir nicht an sondern setzen unsere Fahrt in Richtung Norden fort. Einige Kilometer hinter dem Wallfahrtsort beginnt die kurvenreiche Abfahrt über Annaberg nach Türnitz. In Lehenrotte gibt's noch eine letzte Zigarettenpause, dann genießen wir noch die letzten Kilometer über Lilienfeld bis zu unserem Tagesziel St. Pölten.

Durch Zufall entdecken wir mitten im Stadtzentrum das Hotel Hausereck, das gerade renoviert wird. Wir checken für zwei Nächte ein, beziehen ein sehr gemütliches Zimmer und machen uns anschließend daran, die Hauptstadt Niederösterreichs zu erkunden.
 

5. Tag: Donnerstag, 26. August 2004

Ruhetag in St. Pölten

Kurz-Info:

Start: St. Pölten,  Uhr

Strecke: RUHETAG

Ziel: ,  Uhr

Dauer:  Stunden

Tages-km: -15.883

Tachostand:

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St. Pölten - RegierungsviertelHeute hat das angesagte Schlechtwetter auch Niederösterreich erreicht, was uns Gelegenheit gibt, die jüngste Landeshauptstadt Österreichs näher kennen zu lernen.

Wir schlendern durch die Altstadt, fahren mit dem Bummelzug ins Regierungsviertel, besichtigen dort das Niederösterreichische Landesmuseum, spazieren zurück in die Stadt und machen einen kleinen Einkaufsbummel.

Das Abendessen nehmen wir in einem urigen Beisel gegenüber dem zu trauriger Berühmtheit gelangten Priesterseminar ein, den Schlummertrunk gönnen wir uns anschließend in Egon's Music-Bar.

 

 

6. Tag: Freitag, 27. August 2004

Entlang der Donau ins Salzkammergut

Kurz-Info:

Start: St. Pölten, 09:15 Uhr

Strecke: Krems (Kaffeepause 9:59) - Wachau - Melk (Stiftsgarten) - Ybbs - Sarmingstein (Mittagessen 13:02) - Steyr (Kaffeepause 15:15) - 

Ziel: Strobl, 17:45 Uhr

Dauer: 08:30 Stunden

Tages-km: 317

Tachostand: 16.200

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Nach Durchzug der Schlechtwetterfront lacht heute - Gott sei Dank - wieder die Sonne vom Himmel.
Wir wollen zuerst in die Wachau, dann der Donau entlang westwärts und schließlich weiter ins Salzkammergut fahren.

SarmingsteinZuerst legen wir die 30 Kilometer bis Krems zurück und gönnen uns in einem Altstadtcafe ein zweites Frühstück. Anschließend cruisen wir auf der nördlichen Uferstraße bei sehr wenig Verkehr durch Dürnstein und Spitz bis Melk, um dem berühmten Benediktinerstift einen Besuch abzustatten. Da die Zeit für eine Führung durch dieses Kleinod sakraler Baukunst nicht ausreicht, begnügen wir uns mit einem kurzen Blick in die Stiftskirche und einem Spaziergang durch den Stiftspark.

Beim Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug überqueren wir wieder den Fluss und fahren weiter bis Sarmingstein, wo es Zeit ist für die Mittagspause. Von einer gemütlichen Terrasse aus überblicken wir die Donau, die hier in einem weiten Bogen den Strudengau durchfließt.

Gemütlich geht es weiter über Perg nach Enns, dann biegen wir nach Süden auf die stark befahrene B 337, die Ennstal-Bundesstraße. In Steyr parken wir das Motorrad auf dem Hauptplatz und gönnen uns einen Kaffee in der Nachmittagssonne. Dann hanteln wir uns über reizvolle Nebenstraßen nach Westen durch, bis wir Gmunden am Traunsee erreichen. An der Uferpromenade spucken Pullmann-Busse Hunderte von Touristen aus, die verklärt auf Schloss Orth, das vermeintliche Schlosshotel blicken.

Nach einer Zigarette und ein paar Fotos verlassen wir diesen an sich schönen Ort und genießen die Fahrt am Westufer des Traunsees und weiter über Bad Ischl nach Strobl am Wolfgangsee.
Das Fremdenverkehrsbüro empfiehlt uns das Haus Sonnenhof, und angesichts des schönen, geräumigen Appartements, das wir für wenig Geld mieten, tut es uns leid, dass wir hier nur mehr eine Nacht verbringen können.
 

7. Tag: Samstag, 28. August 2004

Über Postalm und Dientensattel nach Hause

Kurz-Info:

Start: Strobl, 10:00 Uhr

Strecke: Postalm - Golling - Bischofshofen (Kaffeepause 11:55) - Dientenpass - Fieberbrunn - Pillersee- Waidring (Mittagessen 13:44) - St. Johann - Kitzbühel - Brixental - Wörgl - A12

Ziel: Innsbruck, 16:15 Uhr

Dauer: 06:15 Stunden

Tages-km: 284

Tachostand: 16.484

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Der letzte Tag unserer Österreich-Tour ist gekommen und soll uns noch zwei echte Highlights bringen.

bei AbtenauNach dem Auftanken geht's gleich richtig zur Sache: die Auffahrt zur Postalm beginnt unmittelbar hinter Strobl. Auf der schmalen Mautstraße ist schon einiges los, aber nachdem ein Reisebus bereitwillig zum Überholen Platz macht, erreichen wir recht zügig den Parkplatz auf der Postalm. Hier haben sich bereits jede Menge Wanderer und Ausflügler versammelt. Dessen ungeachtet genießen wir die ungetrübte Aussicht auf die umliegenden Gebirgsketten, ehe wir die Abfahrt nach Abtenau unter die Räder nehmen. Durchs Lammertal geht's dann westwärts bis Golling und auf der wildromantischen Straße über den Pass Lueg (573m) weiter nach Bischofshofen. Hier nehmen wir in einem Gastgarten einen Kaffee zu uns.

Die anschließende Fahrt über den Dientensattel nach Saalfelden gehört zum Allerfeinsten, was diese Woche zu bieten hatte. Herrliche Kurven und wenig Verkehr - Herz, was willst du mehr??? Auch die weitere Strecke über Hochfilzen macht sehr viel Spaß, und so beschließen wir, auch noch einen Umweg über das schöne Pillerseetal zu nehmen.

Nach dem Mittagessen in Waidring geraten wir bei Erpfendorf in dichten Verkehr, der sich erst auf der Strecke von St. Johann nach Kitzbühel etwas lichtet. Auch auf der anschließenden Fahrt durch das Brixental ist's nicht viel besser, und so beenden wir unsere Österreich-Rundfahrt, wie wir sie begonnen haben: ab Wörgl lieber wieder auf der Autobahn.

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© josef möltner, aktualisiert am Dienstag, 09. Oktober 2007