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Anreise mit Hindernissen
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Kurz-Info:
Start: Innsbruck, 9:45
Uhr
Strecke:
Innsbruck - Rovereto - Mori -
Monte Baldo - Ala - Peschiera
Ziel: Volta Mantovana, 17:00 Uhr
Dauer: 7:15 Stunden
Tages-km:
327
Tachostand: 7330
Karte
Diashow
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Bei
angenehmen Temperaturen nehmen wir die erste Etappe unserer Urlaubsreise in
Angriff.
Es
geht erstmal auf der Autobahn bis Rovereto und dann weiter bis
Mori. Hier beginnt die Auffahrt zum Monte Baldo. Die erst hinter
dem letzten Ort angebrachte Tafel "Wintersperre von November bis Mai" übersehe
ich geflissentlich, schließlich hat das in Italien ja nicht viel zu
bedeuten... Doch hinter dem ersten Tunnel erwartet uns eine unangenehme
Überraschung: Schneefahrbahn!!! Hanne steigt ab und geht lieber zu Fuß weiter.
Nachdem ich die paar Hundert Meter ohne Probleme hinter mich gebracht und
wieder schneefreien Asphalt unter den Rädern habe, steigt sie wieder auf. Doch
schon bald stehen wir wieder vor der selben Situation: lediglich die vom
Hüttenwirt hinterlassenen Reifenspuren bilden zwei schmale Fahrstreifen und
schon nach ein paar Metern passiert es: das Vorderrad rutscht weg und wir
liegen im Schnee. Nachdem wir uns vom ersten Schock erholt haben, stemmen wir
mit vereinten Kräften die Maschine auf den Seitenständer und begutachten den
entstandenen Schaden: ein zersplitterter Zylinderschutz, ein paar
Schleifspuren und ein verbogener Rückspiegel, sonst ist - Gottlob - alles
heil, vor allem wir selbst! Vier deutsche Biker kommen uns noch zu Hilfe, und
nach einem gemeinsamen Capuccino im nahe gelegenen Rifugio treten wir die
Rückfahrt an, da ab hier absolut nichts mehr weitergeht. Hanne legt die
Schneestrecke diesmal lieber zu Fuß zurück, und ich gelange mit schlotternden
Knien ohne Probleme so weit, bis ich wieder trockenen Asphalt unter den Rädern
habe.
Um eine unangenehme Erfahrung reicher fahren wir hinunter nach Ala,
gönnen uns in Peschiera ein ausgiebiges Mittagessen und genießen
schließlich die letzten Kilometer auf dem herrlichen Sträßchen bis Volta
Mantovana. Hier checken wir im Hotel "Buca di Bacco" ein, spazieren durch
den Ort und beschließen diesen aufregenden Tag bei einem köstlichen Abendessen
in der "Trattoria Due Spade".
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Über den
Abetone nach Livorno
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Kurz-Info:
Start: Volta Mantovana, 9:00 Uhr
Strecke:
Mantua - Modena - Pavullo -
Pievepelago - Abetone - Bagni di Lucca - Lucca
Ziel: Livorno, 16:30
Uhr
Dauer: 7:30 Stunden
Tages-km:
346
Tachostand: 7676
Karte
Diashow
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Nach einer
angenehmen Nachtruhe verlassen wir Volta Mantovana und fahren erst auf
Landstraßen bis Mantua, dann auf der Autobahn weiter bis Modena-Süd,
um den Apennin zu überqueren.
Auf verlassenen Seitensträßchen geht's nach Pavullo, dann bei wenig
Verkehr und nach einer kurzen Rast in Pievepelago hoch zum Passo di Abetone,
den ich vom Vorjahr in bester Erinnerung habe. Doch hier wird es merklich
kühler, die Passhöhe präsentiert sich so unwirtlich, dass wir ohne anzuhalten
die Abfahrt nach Lucca in Angriff nehmen. Der Schnee neben der
Passstraße hat in Hanne unangenehme Erinnerungen an den Monte Baldo geweckt,
und so fahre ich auf der von Schmelzwasser bedeckten Fahrbahn langsam hinter
einem Wohnmobil talwärts. Inzwischen hat es auch noch zu regnen begonnen, und
so schlüpfen wir nach einer kleinen Aufwärmrast bei Bagni di Lucca in
unsere Regenkombis, was uns die nächsten Kilometer über Lucca nach
Pisa wesentlich angenehmer ertragen lässt. Hier hat es auch wieder
aufgehört zu regnen, wir entledigen uns der Überzieher und legen die letzte
Strecke bis Livorno im Trockenen, aber bei sehr unangenehm starkem
Seitenwind zurück.
Da unsere Fähre erst um 22:00 Uhr ablegen wird, sind wir die ersten Passagiere
im Hafen und haben noch jede Menge Zeit, uns aufzuwärmen und im
Self-Service-Restaurant noch ein wenig zu stärken.
Um 20:00 gehen wir an Bord der Moby-Freedom und beziehen unsere Innenkabine
auf Deck 7 (von 9!) dieses gigantischen Fährschiffes. Wir schlendern noch
durch die diversen Einrichtungen der Fähre, schießen ein paar Fotos auf Deck,
nehmen einen Schlummertrunk an der Bar und legen uns schließlich müde und
glücklich, unserem Urlaubsziel so nahe zu sein, in unsere komfortablen Kojen.
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An der
Nordküste nach Westen
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Kurz-Info:
Start: Olbia, 6:30
Uhr
Strecke:
Olbia - Golfo Aranci - Porto
Cervo - Arzachena - Palau - Capo Testa - Costa Paradiso - Castelsardo - Porto
Torres
Ziel: Alghero, 16:30
Uhr
Dauer: 10:00 Stunden
Tages-km:
330
Tachostand: 8006
Karte
Diashow
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Pünktlich um
sechs Uhr legen wir in Olbia an. Das Von-Bord-Gehen ist immer wieder
eine faszinierende Prozedur, geht aber überraschend problemlos vor sich. Dann
liegt sie vor uns, die Insel, die wir in den kommenden zwei Wochen gründlich
"erfahren" wollen.
Wie geplant wenden wir uns erst nach Norden und fahren auf menschenleeren
Straßen (es ist ja schließlich noch früh am Morgen) der Küste entlang nach
Golfo Aranci, wo wir eine Bar finden, die bereits geöffnet hat. Zwei
Capuccini und Croissants beleben unsere Geister, und schon geht's weiter über
Porto Cervo (weitere Kaffeepause), Arzachena und Palau
zum Capo Testa. Hier nehmen wir uns ausgiebig Zeit, um die bizarren
Felsformationen und die herrliche Aussicht rund um den alten Leuchtturm zu
genießen. Auf der Weiterfahrt in Richtung Westen wechseln sich kurvige
Küstenstraßen mit langen Geraden durch das Landesinnere ab und lassen erahnen,
was uns in den nächsten Tagen erwartet: verkehrsarme Straßen in fast durchwegs
hervorragendem Zustand.
Nach einem weiteren Stopp in dem herrlichen Badeörtchen Costa Paradiso
fahren wir weiter bis Porto Torres, wo wir den notwendigen
Tankstopp zu einer Mittagsrast auf der Terrasse einer Strandbar nützen. Doch
hier bläst ein sehr rauer Wind, und so beschließen wir bald, nach Alghero,
unserem heutigen Tagesziel, weiterzufahren.
Nach einigen anstrengenden Runden durch die Innenstadt finden wir
endlich ein Hotel etwas außerhalb und nehmen auch gleich ein Zimmer. Der
abendliche Spaziergang ins Stadtzentrum erweist sich als Gewaltmarsch, aber
das ausgezeichnete Abendessen im "Ristorante Ninetto" belohnt uns für die
Mühen dieses langen Tages.
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Von der
Küste in die Berge
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Kurz-Info:
Start: Alghero, 10:00
Uhr
Strecke:
Alghero -
Ittiri -
Thies - San Pietro di Sorres - Mores - Ozieri - Chiaramonti - Martis -
Perfugas
Ziel: Tempio Pausania, 15:45 Uhr
Dauer: 5:45 Stunden
Tages-km:
197
Tachostand: 8203
Karte
Diashow
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Für heute
wäre eigentlich der erste Rasttag geplant gewesen. Doch nachdem wir die
Altstadt von Alghero bereits gestern besichtigt haben, und unser Hotel
auch nicht gerade zum Verweilen einlädt, treibt es uns weiter.
Wir fahren zuerst ein Stück in Richtung Sassari, halten uns dann aber
nach rechts, um auf einer herrlich einsamen Landstraße, vorbei am Lago Cuga
nach Ittiri zu fahren. Die einzigen "Verkehrsteilnehmer" außer uns sind
Schafherden, die bei unserem Näherkommen bereitwillig Platz machen. Gemütlich
cruisen wir bis Thies, einem verschlafenen Dörfchen, in dem wir unseren
ersten Capuccino genießen. Dann geht's über Borutta auf einer steilen
Straße mit mehreren Kehren hoch zur Wallfahrtskirche San Pietro di Sorres,
die majestätisch auf einer Hochebene liegt. Wir nehmen uns ausgiebig Zeit
für eine Rast und die Besichtigung der Kirche, zumal es inzwischen auch recht
heiß geworden ist. Dann geht es auf einer Art Schnellstraße über Mores
weiter bis Ozieri. Hier biegen wir ab auf die S132, die erst
schnurgerade nach Norden führt und nach etwa 20 km in sanften Kurven nach
Chiaramonti ansteigt. Mangels Alternative kaufen wir uns in einem Laden
Panini und Bananen, die dann im Schatten einer Palme auf dem ausgestorbenen
Kirchplatz vertilgt werden. Derart gestärkt treten wir die letzten 40 km über
Perfugas nach Tempio Pausania an, Hauptstadt der Gallura und
unser heutiges Tagesziel. Das "Petit Hotel", eine Empfehlung aus dem "Vis-a-Vis"-Reiseführer,
erweist sich als eine sehr gute Adresse. Wir werden freundlich empfangen, und
auch die BMW findet in der hoteleigenen Garage ein feines Plätzchen. Das
Zimmer im 3. Stock ist sehr gut ausgestattet und bietet einen herrlichen
Rundblick über die Stadt auf die Berge im Westen.
Später bummeln wir durch die Stadt, besichtigen die Kathedrale und das
Oratorio del Rosario und finden schließlich die "Trattoria La Gallurese",
in der wir Herzhaftes aus der regionalen Küche bestellen.
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Entlang
der Ostküste nach Nuoro
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Kurz-Info:
Start: Tempio Pausania, 10:45 Uhr
Strecke:
Calangianus - Telti - Olbia - San
Teodoro - La Caletta - Orosei - Dorgali
Ziel: Nuoro, 17:00
Uhr
Dauer: 6:15 Stunden
Tages-km:
213
Tachostand: 8416
Karte
Diashow
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Ein Blick
aus dem Fenster verheißt nichts Gutes: dicke Wolken hängen ringsum in den
Bergen und ein kalter Wind bläst. Deshalb beschließen wir, so schnell wir
möglich in den Süden vorzudringen.
Das heißt, wir müssen zuerst an die Ostküste. Die Straße über Calangianus
nach Telti wäre an schönen Tagen bestimmt ein Leckerbissen für jeden
Motorradfahrer. Heute jedoch trüben hier Nebel und feiner Sprühregen die
Freude am Fahren erheblich, und so sind wir froh, bei Olbia endlich
wieder in sonnigere Gefilde zu kommen. In einer Bar am Rand der S125 stärken
wir uns und fahren dann bei teils heftigem Wind der Küste entlang in Richtung
Süden. Dunkle Wolken vor uns lassen Schlimmes erahnen, doch wir fahren unbeirrt
weiter bis Dorgali, wo die nächste Rast fällig wird. Während wir uns in
einer Bar Capuccino und Panini schmecken lassen, fängt es stark zu regnen an,
und so verzichten wir darauf, heute noch über die Berge nach Arbatax zu
fahren. Nachdem der Regen etwas nachgelassen hat, entdecken wir im
Landesinneren ein Sonnenfenster in der Wolkendecke, dem wir folgen wollen. Es
liegt über Nuoro, der etwa 30 km entfernten Hauptstadt der Provinz
Barbagia.
Nach mehreren turbulenten Runden im Verkehrsgewühl der Stadt finden
wir - nicht ohne Schwierigkeiten - ein Zimmer im "Hotel Sandalia", das
auf einem Hügel etwas außerhalb liegt. Die große Enttäuschung stellt sich
jedoch ein, als wir mit dem Linienbus in die Stadt fahren und vergeblich nach
einem Restaurant fürs Abendessen suchen - und das in einer Provinzhauptstadt!
Ziemlich sauer fahren wir wieder zurück. Gott sei Dank hat das
"Ristorante
Jessica" gleich neben dem Hotel inzwischen geöffnet, und so kommen wir
doch noch zu einem ansprechenden Nachtmahl.
Lektion 1 in Sachen sardischer Gastronomie: Restaurants öffnen nicht vor 20
Uhr!
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Ab in
den Süden!
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Kurz-Info:
Start: Nuoro, 10:30
Uhr
Strecke:
Oristano - Santa Giusta - Terralba -
Guspini - Arbus - Passo Bidderdi - Fluminimaggiore - Arcu Genna Bogai
Ziel: Iglesias, 15:30
Uhr
Dauer: 5:00 Stunden
Tages-km:
206
Tachostand: 8622
Karte
Diashow
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Obwohl wir
auch hier für zwei bis drei Nächte bleiben wollten, zieht es uns am Morgen
wieder weiter, zumal schon wieder dunkle Wolken die Aussicht trüben.
Auf der S131, der Hauptverbindung zwischen Olbia und Cagliari,
verlassen wir diese trostlose Stadt in Richtung Südwesten. Auf der sehr gut
ausgebauten Straße kommen wir bei sehr wenig Verkehr rasch vorwärts, geraten
in ein paar kurze Regenschauer und erreichen bald Oristano, die
wichtigste Stadt Westsardiniens. Hier ist es wieder sehr windig, aber
zumindest scheint die Sonne. Nach einem Spaziergang durch die sehr gepflegte
Altstadt und der obligaten Capuccinopause fahren wir vorbei an
fischreichen Teichen ein paar Kilometer südwärts, um die sehenswerte Kirche
Santa Giusta im gleichnamigen Ort zu besuchen.
Es folgt eine eher eintönige Fahrt auf schnurgeraden Straßen, die uns nach
Guspini führt, wo erst mal getankt und gerastet wird. Ein Blick auf die
Land Karte macht mir die Entscheidung leicht, wohin die Weiterreise gehen soll:
eine durchgehend grün eingezeichnete Kurvenstrecke führt von hier nach
Iglesias. Eine willkommene Abwechslung zu den bisher so langweiligen
Überlandstrecken! Danach wollen wir weiter sehen...
Mitten in Guspini biegen wir rechts ab, und dann geht's auch schon
richtig los: in tollen Kurven schlängelt sich die Straße zuerst nach Arbus,
dann über den Passo Bidderdi (492m) nach Fluminimaggiore und
über einen weiteren Pass, den Arco Genna Bogai (549m), um dann in
schönen Bögen nach Iglesias abzufallen.
Auf der Piazza Sella parken wir das Motorrad, setzen uns in die
Nachmittagssonne, sehen dem munteren Treiben rund um uns herum zu - und
beschließen kurzerhand, für die nächsten drei Tage hier Quartier zu nehmen.
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Ausflug
in die Hauptstadt
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Kurz-Info:
Start: Iglesias, 10:15
Uhr
Strecke:
Carbonia - San Antioco - Calasetta -
Palmas - Santa Anna Arresi - Costa del Sud - Pula -
Cagliari
Ziel: Iglesias, 18:00
Uhr
Dauer: 7:45 Stunden
Tages-km:
272
Tachostand: 8894
Karte
Diashow
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Das
"Hotel
ARTU" war ein echter Glücksgriff! Anstatt eines Zimmers wurde uns ein
ganzes Appartement in der erst ein Jahr alten Dependence zugewiesen, und das
zum Preis von nur € 75,--. Hier lässt es sich aushalten!
Beim Frühstück beschließen wir, die Hauptstadt Sardiniens, Cagliari, zu
besuchen. Dazu verlassen wir Iglesias aber erstmal in Richtung Süden,
um über Carbonia nach San Antioco zu fahren, einer Insel im
Südwesten, die durch einen Damm mit "Festland-Sardinien" verbunden ist. Im
Norden dieser Insel fahren wir Calasetta an, ein nettes kleines
Fischerdorf, in dem wir einen Capuccino trinken. Dann geht's über den Damm
zurück und ein Stück durchs Landesinnere weiter südwärts zur Costa del Sud.
Hier führt eine traumhafte Küstenstraße vorbei an azurblauen Buchten und alten
Leuchttürmen, ehe der Blick aufs Meer von dichten Pinienwäldern verstellt
wird, in denen Campingplätze auf ihre Besucher warten. Ab Pula wird die
Straße zur Schnellstraße und kurz vor Cagliari schließlich zur
Autobahn, die mitten ins Stadtzentrum führt. Mangels Ortskenntnis lasse ich
mich vom Verkehrsstrom mitreißen und gelange so zur Piazza Yenne
oberhalb des Hafens, wo gemütliche Straßencafes zum Verweilen einladen. Das
Motorrad wird abgestellt, eine Kaffeepause eingelegt, dann geht's bergwärts,
denn das Castello mit seiner Aussichtsterrasse will erklommen werden.
Von der Bastione San Remy hat man einen phantastischen Ausblick auf die
Stadt, das Hinterland und den Hafen. Nach dem Abstieg gönnen wir uns noch ein
Aqua Naturale, ehe es auf der S130 recht rasch zurück geht nach Iglesias.
Am Abend speisen wir wieder ausgezeichnet im
"Ristorante
Gazebo Medioevale", das wir schon gestern in einer Seitengasse
entdeckt haben.
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Besuch
bei den Nuraghern
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Kurz-Info:
Start: Iglesias, 10:30
Uhr
Strecke:
Guspini - San Gavino - Sanluri - Barumini/Su Nuraxi -
Vallermosa - Domusnovas - Iglesias - Nebida
Ziel: Iglesias, 18:00
Uhr
Dauer: 7:30 Stunden
Tages-km:
216
Tachostand: 9110
Karte
Diashow
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Heute wollen
wir eintauchen in Sardiniens Geschichte und Su Nuraxi, die bedeutendste
der über 7000 Nuraghen besichtigen.
Wir verlassen Iglesias in nördlicher Richtung und fahren auf dem selben
Weg, auf dem wir vorgestern gekommen sind, erstmal nach Guspini. Es ist
Samstag, und in der Bar, in der wir unseren ersten Capuccino nehmen, haben
sich einige Einheimische zum Frühschoppen eingefunden. Amüsiert verfolgen wir
die lautstarken Diskussionen, ohne auch nur ein Wort zu verstehen. Dann fahren
wir auf der schnurgeraden S197 über San Gavino nach
Sanluri, wenden uns nordwärts und gelangen nach ca. 20 Kilometern nach
Barumini. Etwas außerhalb des Ortes finden wir in einer sehr gepflegten
Anlage auch gleich die Nuraghe und erfahren, dass sie nur mit Führer
besichtigt werden kann. Da die nächste Führung erst um 14:00 Uhr beginnt,
haben wir noch Zeit, die mitgebrachte Jause in dem Wartehäuschen an der Kassa,
dem einzigen Schattenspender weit und breit, zu vertilgen. In einer wegen der
großen Hitze recht anstrengenden Führung erfahren wir dann viel Interessantes
über die Kultur der Nuragher.
Nach so viel Kultur in praller Sonne sind wir schließlich froh, uns auf der
Rückfahrt über Vallermosa wieder den Fahrtwind um die Nase wehen zu
lassen. Bei Domusnovas fahren wir auf die S130 auf, lassen
Iglesias hinter uns und biegen etwa 10km weiter südlich nach rechts ab.
Auf der phantastischen Straße entlang der Costa di Masua legen wir
weitere 11km zurück und halten dann in Nebida. Vom Parkplatz am
Ortseingang führt ein reizvoll angelegter Panoramaweg hoch über dem Meer rund
um einen Hügel. Hier hat man einen herrlichen Ausblick auf die vorgelagerten
Inseln und kann auch einige Industrieruinen aus den glorreichen Bergbauzeiten
dieser Region bestaunen. An das leibliche Wohl ist ebenfalls gedacht: der Weg
führt sozusagen mitten durch eine Bar. Hier genießen wir noch eine Erfrischung
in der Abendsonne, ehe wir zurück nach Iglesias fahren.
Am Abend spazieren wir zum Dom und speisen im "Ristorante Villa della
Chiesa".
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Und
jetzt an den Strand!
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Kurz-Info:
Start: Iglesias, 10:30
Uhr
Strecke:
Cagliari - Quartu Santa Elena - Villasimius -Costa Rei -
Muravera
- Bari Sardo -
Tortoli
Ziel: Arbatax, 17:30
Uhr
Dauer: 7:00 Stunden
Tages-km:
263
Tachostand: 9373
Karte
Diashow
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Heute wollen
wir unseren Standort an die Ostküste verlegen, um einerseits von Arbatax
aus die Berge zu erkunden und andererseits ein bisschen am Strand zu
faulenzen.
Auf der S130 fahren wir nach Cagliari und dann weiter im sonntäglichen
Ausflugsverkehr in Richtung Capo Carbonara. Je weiter wir nach Süden
kommen, umso mehr lichtet sich der Verkehr, und hinter Torre Cala Regina
sind wir fast wieder alleine auf der herrlichen Küstenstraße. Bei
Villlasimius geht's ein Stück durchs Landesinnere, bis wir bei Casa
della Marina die Costa Rei erreichen. Unser Mittagessen nehmen wir
in einer Strandbar am Capo Ferrato. Bei San Priamo fahren wir
auf die S125 auf, die parallel zur Küste bis Olbia führt. Den nächsten
Stopp legen wir in Bari Sardo ein, um dann die letzten paar Kilometer
bis Tortoli hinter uns zu bringen. Wir folgen dem Schild nach
Arbatax und finden schließlich den Ferienclub "Villagio Saraceno",
eine Adresse, die Hanne aus einem Sardinien-Reiseprospekt ausgesucht hat.
Unter dem Flugdach neben den Tennisplätzen stehen bereits mehrere Motorräder -
da passt unsere GS gut dazu! Wir sehen uns die Anlage an und sind bald
entschlossen, die restlichen Tage bis zu unserer Heimreise hier zu verbringen.
In der Rezeption spricht man deutsch und ist sehr entgegenkommend. Wir
erhalten ein Zimmer mit Meerblick und Halbpension, obwohl normalerweise nur
Vollpension üblich ist.
Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen und die Clubanlage inspiziert haben,
spazieren wir noch in die nächste Bucht und lassen dann den Abend mit einem
guten Essen vom Buffet und einem Schlummertrunk bei Live-Musik ausklingen.
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Der erste Ruhetag Wandertag
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Kurz-Info:
Start: Arbatax, 0:00
Uhr
Strecke:
Arbatax - Ruhetag
Ziel: Arbatax, 0:00
Uhr
Dauer: 0:00 Stunden
Tages-km:
0
Tachostand: 9373
Karte
Diashow
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Wir haben
beschlossen, das Motorrad heute stehen zu lassen.
Schließlich sind wir neun Tage durchgefahren und haben bis jetzt schon 2370 km
zurückgelegt.
Wir nehmen also die Badetasche und begeben uns zum Swimmingpool. Dort bläst
jedoch ein derart starker Wind, dass wir unsere Badekleidung erst gar nicht
auspacken. Wir müssen uns also ein Alternativprogramm ausdenken! Nach kurzem
Überlegen schließen wir uns einer Gruppe anderer Clubgäste an und wandern in
das Zentrum von Arbatax. Dort trinken wir am Hafen einen Capuccino und
folgen dem Hinweisschild "Rocce Rosse", das uns auf die roten Felsen
vor der Hafeneinfahrt hinweist. Wir machen ein paar Fotos mit der rauen See
als Hintergrund, plauschen mit ein paar Bikern aus der Schweiz und schlendern
wieder zurück ins Zentrum, von wo aus wir den Aussichtspunkt "Bella Vista"
mit seinem Leuchtturm erklimmen. Der Aufstieg erweist sich als sehr
schweißtreibend, wir werden jedoch mit einer tollen Aussicht belohnt.
Auf dem Rückweg ins Hotel kaufen wir uns noch Wurst, Käse, Brot und
Mineralwasser als Stärkung für die nächsten Touren. Den Rest des Tages
verbummeln wir im Club, wo außer uns noch etwa 20 weitere Tiroler Quartier
genommen haben, die von hier aus Fahrradtouren unternehmen.
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Durch
den Gennargentu-Nationalpark
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Kurz-Info:
Start: Arbatax, 11:00
Uhr
Strecke:
Tortoli - Lotzorai - Baunei -
Genna Arramene - Genna Coggina - Genna Sarbene (764m) - Genna Cruxi (906m) - Genna Silana
(1017m) - Dorgali (11:59 Kaffeepause) -
Oliena - Nuoro (Monte
Ortobene)
-
Mamoiada - Fonni - Sorgono - Atzara -
Belvi - Aritzo - Gadoni - Seui - Ussassai - Gairo - Cardedu - Bari Sardo - Tortoli
Ziel: Arbatax, 19:30
Uhr
Dauer: 8:30 Stunden
Tages-km:
350
Tachostand: 9723
Karte
Diashow
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Auch
heute wieder das selbe Bild: die Sonne scheint, aber ein kalter Wind weht aus
dem Landesinneren an die Küste. Kein Grund also, das Motorrad einen weiteren
Tag stehen zu lassen, wir fahren in die Berge!
Kurz
hinter Lotzorai steigt die S125 in zügig zu fahrenden Kurven
über Bonai bis zum ersten Pass, der Genna Sarbene. Hier halten
wir an und genießen den imposanten Blick auf die umliegenden
Gipfel. Durch Lawinengalerien geht's weiter zu den nächsten Pässen, der
Genna Cruxi und Genna Silana, dem höchsten Pass der Orientale
Sarda. 20km später erreichen wir Dorgali, wo wir die erste
Capuccino-Pause einlegen. Anschließend überqueren wir den Lago del Cedrino
und gelangen über Oliena nach Nuoro. Vom selben Platz aus, an
dem wir bereits vor einigen Tagen Halt gemacht haben,
beginnen wir die Auffahrt zum Monte Ortobene. Rund um den Berg
windet sich die Straße mit reizvollen Kurven und Aussichtspunkten bis zu
seinem höchsten Punkt auf 955m. In einer schattigen Parkanlage machen
wir Rast und verzehren genussvoll unsere mitgebrachte Jause. Nach der Abfahrt
nach Nuoro gelingt es uns aufgrund der fulminanten Beschilderung erst
mit einigen Schwierigkeiten, die Stadt in Richtung Süden zu verlassen. Nix
als Ärger in Nuoro!
Auf der S389 geht's dann bis Mamoiada und über eine
phantastische Straße nach Fonni, wo getankt wird. Etwas weiter westlich
erreichen wir den idyllisch gelegenen Lago di Gusana, machen ein paar
Fotos und finden uns hinter Tiana auf einer Bergstraße wieder, die über
Sorgono nach Atzara führt. Auf einem schmalen Sträßchen hoch
über dem Iscra-Tal geht's weiter nach Belvi. Bei Aritzo
wird die Straße wieder breiter und schlängelt sich über einsame Hochebenen, in
tiefe Täler und auf der anderen Seite wieder hoch zum nächsten Ort. Wie
Adlerhorste sind hier, im Herzen des Gennargentu-Nationalparks, die Dörfer an
die Bergkanten gebaut. Teilstrecken, die auf der Karte harmlos aussehen,
entpuppen sich in der Realität als schweißtreibende Berg- und Talfahrten. Wenn
man glaubt, hinter der nächsten Bergkuppe das Meer sehen zu können, kommt
lediglich die nächste Bergkette zum Vorschein. Die Landschaft ist allerdings
atemberaubend schön.
Wir passieren die Orte Gadoni, Seulo, Seui und Ussassai, ehe ich
bei Gairo ein unscheinbares Straßenschild nach Cardedu fast
übersehe. Wir folgen dem Wegweiser und gelangen so auf einem sanft abfallenden
Sträßchen etwas südlich von Bari Sardo auf die S125. Nach so
vielen Bergkilometern genießen wir nun die letzten 30km entlang der Küste bis
Arbatax.
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Ins
Hinterland
von Tortoli
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Kurz-Info:
Start: Arbatax, 10:45
Uhr
Strecke:
Tortoli - Lotzorai - Talana -
Passo Bucca e Tomanu (1070m) - Villanova
Strisaili - Lanusei - Ilbono - Tortoli
Ziel: Arbatax, 14:45
Uhr
Dauer: 4:00 Stunden
Tages-km:
112
Tachostand: 9835
Karte
Diashow
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Die gestrige Gewaltstour hat uns ziemlich ermüdet, also wollen wir es heute
etwas ruhiger angehen und eine kleine Runde ins Hinterland von Tortoli
unternehmen.
Wir
starten wieder in Richtung Norden, biegen dann aber schon bei Lotzorai
nach links ab. Eine gut ausgebaute Straße führt erst mal ca. 14km durch ebene
Landschaft, ehe sie in traumhaften Kurven am Rande einer Schlucht ansteigt.
Nach weiteren 6,5km erreichen wir den kleinen Ort Talana. Hier machen
wir Halt, trinken einen Capuccino in einer kleinen Bar und treffen zwei Biker
aus Villingen-Schwenningen, die ihre Maschinen gerade neben unserer geparkt
haben.
Auf der Karte haben wir eine Verbindung nach Villagrande entdeckt, die
allerdings gestrichelt eingezeichnet ist. Wir messen dem keine besondere
Bedeutung bei und beschließen, diese Route zu nehmen, um nach Tortoli
zurückzugelangen. Also fahren wir auf der leicht ansteigenden Straße am
anderen Ende wieder aus Talana hinaus. Gleich hinter der ersten Biegung
teilt sich die Straße: rechts geht es steil bergan, links hinunter nach
Villagrande. Nur leider ist die talwärts führende Trasse gesperrt!
Umkehren mögen wir prinzipiell nicht, also bleibt uns keine andere Wahl, als
den Berg zu erklimmen. Das nunmehr recht schmale Sträßchen führt über einige
Schwindel erregende Kurven rasch bergan, ehe wir an seinem höchsten Punkt den
Passo Bucca e Tomanu erreichen. Von hier aus erstreckt sich eine
Hochebene in nördlicher Richtung. Während wir die Aussicht auf die umliegenden
Bergketten und zum Meer genießen, haben uns auch die beiden Biker von vorhin
eingeholt. Wir plauschen ein wenig und schießen ein paar Fotos, ehe sie
weiterbrausen. Wenig später gleiten auch wir auf dem schmalen Asphaltband
nordwärts, bis wir nach einigen Kilometern in eine gut ausgebaute, zweispurige
Straße nach links einbiegen. In harmonischen Kurven geht es nun zwischen
Olivenbäumen und Ginstersträuchern talwärts. Bei Villanova erreichen
wir die S389, die uns nach Lanusei führt. Von hier aus geht's
schließlich über Ilbono in tollen, weiten Kehren recht rasch hinunter
nach Tortoli und Arbatax.
Den Nachmittag verbringen wir im Hotel und beginnen schon mal langsam, unsere
sieben Sachen für die morgen beginnende Heimreise zu packen.
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Heimreise
- 1. Teil: Über Golfo Aranci nach
Montecatini
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Kurz-Info:
Start: Arbatax, 9:00
Uhr
Strecke:
Arbatax - Villagrande Strisaili - Nuoro - Siniscola - Golfo
Aranci - Livorno - Montecatini
Ziel: Montecatini, 20:00
Uhr
Dauer: 11:00 Stunden
Tages-km:
301
Tachostand: 10136
Karte
Diashow
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Heute um 13:30 legt unsere Fähre von
Golfo Aranci ab. Wir haben also genügend Zeit, die gut 200km lange
Strecke in die nordöstliche Ecke Sardiniens zu bewältigen.
Um
ganz sicher zu gehen, starten wir dennoch bereits um neun Uhr, nachdem wir uns
beim Frühstück vom Busfahrer der Tiroler Radlergruppe die schnellste Route
beschreiben haben lassen. Diese führt über Tortoli hoch nach
Villagrande. Vier Kilometer danach erreichen wir die S389, die
offensichtlich erst vor kurzer Zeit zu einer Schnellstraße ausgebaut worden
ist. Obwohl es sich hier um eine sehr wichtige Nord-Süd-Verbindung handelt,
herrscht wiederum sehr wenig Verkehr, und wir kommen gut voran. Bei Nuoro
mündet die S389 in die S131, eine öde Autobahn, die an Stelle
schattiger Rastplätze lediglich alle paar Kilometer Notfallbuchten aufzuweisen
hat. Überdies haben wir auf der 50km langen Strecke bis Siniscola nicht
eine Raststätte oder auch nur Tankstelle entdeckt! Nach einer heiß ersehnten
Kaffeepause bringen wir auch noch die letzten Autobahnkilometer bis
Olbia-Nord hinter uns, ehe wir - wie am Morgen unserer Ankunft - nach
Golfo Aranci cruisen. Wir sind die ersten Passagiere im Hafen und stehen
daher fürs Einschiffen auf der Pole-Position.
Nach einer ruhigen Überfahrt auf der Schnellfähre der Sardinia-Ferries
legen wir bereits nach fünf Stunden in Livorno an und haben noch
genügend Zeit, uns ein Zimmer außerhalb des unmittelbaren
Einzugsgebietes von Pisa und Lucca zu suchen. Wir fahren erst
auf der A12 nordwärts und dann auf der A11 bis Montecatini
Terme. Hier finden wir ein einfaches Zimmer im Hotel Italia.
Wir spazieren durch das für seine Thermalbäder bekannte Städtchen und
beschließen diesen Tag bei einem köstlichen Abendessen in einem der
zahlreichen Ristoranti.
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Durch
die Poebene nach Asiago
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Kurz-Info:
Start: Montecatini, 9:15
Uhr
Strecke:
Montecatini - Pistoia - Bologna -
Ferrara - Padua - Bassano - Conco
Ziel: Asiago, 16:30
Uhr
Dauer: 7:15 Stunden
Tages-km:
319
Tachostand: 10455
Karte
Diashow
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Heute steht der ödeste Teil der Heimfahrt an, die Durchquerung der Poebene.
Um
den Autobahnanteil so gering wie nötig zu halten, fahren wir erst nach
Pistoia und biegen dann nach Norden ab. Von hier führt die S64
über den Apennin nach Bologna. Bei einer kurzen Kaffeepause auf
etwa halbem Weg spüren wir bereits die aufkommende Hitze. Kurz vor Bologna
fahren wir auf die Autobahn auf und dann in der prallen Sonne durch die
eintönige Landschaft über Ferrara nach Padua. Nicht wirklich
reizvoller gestaltet sich die anschließende Fahrt nach Bassano, der
einzige Lichtblick auf dieser Strecke ist die Mittagspause nahe Cittadella.
In Bassano angekommen, suchen wir ein Hotel etwas außerhalb des
Zentrums. Nach ein paar Leerkilometern rund um die Stadt finden wir endlich
ein Albergo, müssen aber leider erfahren, dass ganz Bassano ausgebucht
ist.
Telefonisch reserviere ich daraufhin ein Zimmer im bewährten Hotel
Alpi in Asiago, und so verlassen wir die Stadt in Richtung Norden
und erklimmen in 18 Kehren die Hochebene der Sieben Gemeinden. Hier
heroben ist es merklich kühler, und dunkle Wolken lassen die herannahende
Wetterverschlechterung erahnen.
Nach dem Einchecken im Hotel genehmigen wir uns noch ein Bierchen im Cafe
Roma auf dem Rathausplatz. Die satte Rechnung von EUR 7,70 für ein
großes und ein kleines Bier vermiesen uns allerdings die Lust auf eine zweite
Runde.
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Letzte Etappe
im Regen
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Kurz-Info:
Start: Asiago, 10:00
Uhr
Strecke:
Roana - Passo di Vezzena
(1402m) - Lavarone - Trient -
Bozen - Brenner
Ziel: Innsbruck, 16:30
Uhr
Dauer: 6:30 Stunden
Tages-km:
276
Tachostand: 10731
Karte
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In der Nacht hat's geregnet, aber die Straßen sind schon wieder aufgetrocknet,
als wir Asiago verlasssen.
Es
hat merklich abgekühlt, und ein frischer Wind pfeift um unsere Helme, während
wir die einsame Straße in Richtung Norden zum Passo di Vezzena
entlangfahren. Erst bei Lavarone wird's ein wenig wärmer, und wir
genießen ein paar Sonnenstrahlen beim letzten Tankstopp dieser Reise. Je näher
wir Trient kommen, umso windiger wird es. Nach einer Kaffeepause finden
wir vor lauter Einbahnstraßen fast nicht aus der Stadt und fahren ein Stück in
die falsche Richtung. Als wir endlich die richtige Ausfahrt erwischen, fängt
es auch noch leicht zu regnen an, und im Norden erwarten uns dunkle Wolken.
Dennoch kommen wir auf der Bundesstraße recht gut voran und machen erst wieder
bei Leifers halt. Hier entschließen wir uns, für die Weiterfahrt
vorsorglich die Regenkombis anzuziehen. Ohne Probleme bewältigen wir die
nächste Teilstrecke bis Brixen, wo eine kurze Rauchpause eingelegt
wird. Von da an wird es mit jedem Höhenmeter kälter und unfreundlicher, sodass
uns die Mittagspause im Gasthof Vetter, kurz vor dem Brennerpass,
zum Aufwärmen willkommen ist. Auf der Passhöhe dürfte es nicht viele Grade
über Null haben, denn ein kalter Wind bläst uns feine Schneeflocken entgegen.
In Erinnerungen an wärmere Tage dieser Reise schwelgend, bringen wir
schließlich die allerletzte Etappe vom Brenner über den Schönberg
hinter uns.
Als ich das Gepäck abgeladen und das Motorrad in die Tiefgarage gestellt habe,
fängt es wie aus Kübeln an zu schütten - Willkommen zu Hause!!!
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