Arco und Lessinische Berge
3-Tagestour in den Süden

alptours.at

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1. Tag: Samstag, 16. Juli 2005

Über Timmelsjoch und Nonstal nach Arco

Kurz-Info:

Start: Innsbruck, 09:45 Uhr

Strecke: Kühtai - Timmelsjoch - St. Leonhard i.P. - Ultental - Proveis (Mittagessen 13:22) - Molveno - Lomaso - Riva -

Ziel: Arco, 17:52 Uhr

Dauer: 08:07 Stunden

Tages-km: 334

Tachostand: 24.594

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Für dieses um den Montag verlängerte Wochenende haben wir uns vorgenommen, von Arco aus die Lessinischen Berge zu erkunden.

Mit Garry und Günter, der uns ein Stück begleiten will, starte ich in Richtung Süden. Zur Abwechslung nehmen wir diesmal die Route über Kühtai ins Ötztal und über das Timmelsjoch hinunter ins Passeiertal. Nach einem Capuccino in St. Leonhard verabschiedet sich Günter und fährt über den Jaufenpass zurück nach Innsbruck.

Garry und ich fahren weiter über Meran nach Lana und von dort aus ins Ultental. Auf der Strecke ins Nonstal müssen wir einige Baustellen überwinden, was uns aber auf Grund des nicht vorhandenen Verkehrsaufkommens keinerlei Schwierigkeiten bereitet. Während unserer Mittagspause in Proveis ziehen dichte Wolken auf und drohen uns unsere Weiterfahrt zu verwässern. Wir haben jedoch Glück und kommen trocken durch das Nonstal, über Andalo, Molveno und Ponte Arche nach Lomaso, zur nächsten Kaffeepause. Zwischen Wein- und Obstgärten cruisen wir anschließend gemütlich bis Arco, wo wir ein Zimmer im Vereinshaus des Akademischen Alpinen Vereins Innsbruck für zwei Tage gebucht haben.

Von unserer Herberge, die etwas außerhalb von Arco liegt, spazieren wir ins nächste Restaurant zum Abendessen und anschließend ins Zentrum dieses reizenden Städtchens.

2. Tag: Sonntag, 17. Juli 2005

Passubio und Lessinische Berge

Kurz-Info:

Start: Arco, 10:15 Uhr

Strecke: Rovereto - Steva (Kaffeepause 11:54) - Valdagno - Altissimo - Crespadoro - Bolca - San Bortolo - Selva - Velo Veronese (Kaffeepause 14:48) - Negrar - Perri - Mori -

Ziel: Arco, 18:28 Uhr

Dauer: 08:13 Stunden

Tages-km: 260

Tachostand: 24.854

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Bei strahlendem Wetter marschieren wir in das Stadtzentrum von Arco, um in einem Straßencafe ein ausgiebiges Frühstück zu genießen.

Dann geht's erst zum Kreisverkehr nördlich von Torbolo, wo wir auf die Straße nach Rovereto einbiegen. Da heute Sonntag ist, kommen uns tausende von Ausflüglern entgegen, die sich in einer zähen Blechlawine in Richtung Gardasee vorkämpfen. In Rovereto biegen wir nach links ab und befinden uns schon auf der Straße, die sich durch eine imposante Schlucht zum Pasubio hoch schlängelt. Hier kommen uns ein paar einheimische Sonntagsbiker entgegen, einer davon so weit auf unserer Straßenseite, dass ich gerade noch ausweichen kann.

Kurz vor der Passhöhe legen wir eine Kaffeepause ein und erfahren vom stolzen Besitzer einer liebevoll gepflegten Parilla, dass heute ein Oldtimertreffen in dieser Gegend stattfindet. Und tatsächlich, wenige Kilometer weiter finden wir uns in einem Pulk von alten Motorrädern und Rollern wieder, der sich zähflüssig in Richtung Valli di Pasubio bewegt.

Dann geht es flott weiter bis Valdagno. Dort versäumen wir die Abzweigung nach Altissimo und erfahren die Hilfsbereitschaft von zwei Afro-Italienern, die unsere ratlosen Gesichter über den Straßenkarten bemerkt haben. Nach einigen Erklärungsversuchen holt einer der beiden kurzerhand seine Vespa und fährt uns so weit bergwärts voran, bis uns ein Wegweiser das gewünschte Ziel anzeigt.

Auf schmalen Nebenstraßen geht's nun über eine Hochebene, durch kleine Dörfer, dann wieder durch dichte Wälder. Teilweise wird die Straße so eng und steil, dass wir froh sind, nicht durch entgegenkommende Fahrzeuge zum Stehen bleiben gezwungen zu werden. Und immer wieder sehen wir am Straßenrand Einheimische, die auf Campingsesseln oder Decken sitzend ihre mitgebrachten Speisen verzehren.

In Velo Veronese legen wir wieder eine Kaffeepause ein und fahren anschließend über Grezzana nach Negrar. Hier haben wir den südlichsten Punkt unserer Tour erreicht und biegen nach Norden, um über etliche Kehren auf einer herrlichen Straße nach Fosse zu gelangen. Auch die Abfahrt nach Peri beschert uns wieder viel Kurvenspaß.

Für die Fahrt nach Mori nehmen wir anstatt der stark befahrenen Staatsstraße lieber die beinahe unbefahrene aber gut ausgebaute Provinzstraße. Zwischen Mori und Torbole kommt uns wieder die Blechlawine vom Morgen entgegen, diesmal eben in der Gegenrichtung...

 

3. Tag: Montag, 18. Juli 2005

Heimreise durch die Dolomiten

Kurz-Info:

Start: Arco, 09:24 Uhr

Strecke: Trento - Val di Cembra Ost - Moena - Canazei - Pordoijoch (Kaffeepause 12:27) - Passo di Campolongo - Würzjoch (Zigarettenpause 13:50)

Ziel: Innsbruck, 16:06 Uhr

Dauer: 06:42 Stunden

Tages-km: 328

Tachostand: 25.182

Karte
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Heute ersparen wir uns den Fußmarsch und fahren gleich mit den bepackten Maschinen zum Frühstück im selben Cafe wie gestern.

Dann beginnen wir die Heimreise mit der Fahrt auf der fast schnurgeraden Straße nach Sarche. Von dort geht's über Vezzano weiter bis Trient. Auf dieser an sich schönen Strecke stören zahlreiche Baustellen und LKWs das Fahrvergnügen beträchtlich. Etwas nördlich von Trient biegen wir daher nach rechts ab und gelangen so über Lavis ins Val di Cembra. Die Straße auf der östlichen Talseite bis Cavalese haben wir dann fast für uns alleine.

Die Fahrt durch das Fassatal stellt unsere Geduld auf eine harte Probe, denn obwohl heute Montag ist, sind unzählige Autoturisti unterwegs, die sich im Sightseeing-Tempo ins Zentrum der Dolomiten schlängeln. Erst die Auffahrt zum Pordoijoch stimmt uns wieder etwas versöhnlicher. Nach einer wohlverdienten Kaffeepause fahren wir ab nach Arabba und weiter über den Passo di Campolongo ins Gadertal.

Wie so oft bildet auch diesmal die Fahrt über das Würzjoch den würdigen Abschluss der Tour.

***

Gesamtstrecke: 922 km
 

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© josef möltner, aktualisiert am Dienstag, 09. Oktober 2007