Prestine
Hadern mit dem Wettergott

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Samstag, 13. August 2005

Anreise mit Panne und Gewittern

Kurz-Info:

Start: Innsbruck, 09:00 Uhr

Strecke: Sterzing (Kaffeepause 10:40) - Penser Joch - Mendel (Mittagessen 13:03) - Fondo - Dimaro - Madonna di Campiglio - Tione - Idrosee - Bagolino - Passo di Croce Domini -

Ziel: Prestine, 18:56 Uhr

Dauer: 09:56 Stunden

Tages-km: 340

Tachostand: 26.052

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Für das um den Marienfeiertag am 15. verlängerte Wochenende habe ich mit Garry und Andrea eine Tour in die Schweiz ausgemacht. Als wir uns Samstagfrüh treffen, sieht das Wetter im Westen aber alles andere als gut aus. Kurzerhand disponieren wir um: statt in die Schweiz soll's wieder einmal ins Hotel Oasi Verde in Prestine gehen. Telefonisch reservieren wir noch schnell die letzten - nur für eine Nacht - verfügbaren Zimmer (Ferr'agosto!), dann geht's ab in Richtung Süden.

Nachdem wir den Brenner hinter uns haben, gibt's die erste Kaffeepause wie gewohnt im Gasthaus Klammer in Sterzing. Hier legen  wir grob die weitere Route fest: Penser Joch, Mendelpass, Madonna, Croce Domini. Über das Penser Joch macht's noch richtig Spaß, aber dann im Sarntal gibt's eine unliebsame Überraschung: Andrea fährt rechts ran, sie hat ein Klappern am Hinterrad vernommen. Nach näherer Betrachtung entdeckt Garry den Grund dafür: eine Schraube an der Hinterradbremse hat sich gelöst! Andrea nimmt's locker ("...dann brems ich halt nur vorne..."), und wir fahren weiter nach Bozen, um eine Werkstätte zu suchen - leider erfolglos. Andrea ist trotzdem fest entschlossen, die Reise fort zu setzen. Auf der Weinstraße südlich von Bozen kommen uns Anni und Günter in ihrem wunderschönen Jaguar E-Type entgegen, und wir halten für einen kurzen Plausch am Straßenrand an.

Vor Kaltern verlassen wir die Weinstraße und fahren auf den Mendelpass. In einem Gasthaus hinter der Passhöhe essen wir zu Mittag und fahren dann ab nach Fondo und weiter in westlicher Richtung nach Dimaro. Hier beginnt die Auffahrt nach Madonna di Campiglio. Als wir den bekannten Wintersportort hinter uns haben, fängt es erst leicht, dann immer stärker an zu regnen, und während wir eine Kaffeepause in Pinzolo einlegen, schüttet es wie aus Kübeln. Nachdem sich das Gewitter verzogen hat, setzen wir unsere Fahrt fort über Tione zum Idrosee.

Passo di Croce DominiEinige Kilometer hinter  Ponte Caffaro geht's rechts ab nach Bagolino. Hier wird ein Tankstopp fällig, den Andrea für die Reparatur ihrer Hinterradbremse nutzen kann. Der freundliche Tankwart hat schnell die richtige Schraube eingesetzt, und wir müssen nur noch das Ende des inzwischen aufgezogenen Wolkenbruchs abwarten, um die Fahrt beruhigt fortsetzen zu können.

Am Passo di Croce Domini erwartet uns eine tolle Stimmung nach dem Gewitter: die schwarzen Wolken hinter und die tief stehende Sonne vor uns. Beschwingt legen wir die letzten Kilometer bis Prestine zurück und checken bei Mario im restlos ausgebuchten Hotel Oasi Verde ein. Das üppige und ausgezeichnete Abendessen beschließt diesen ereignisreichen Tag.

 

Sonntag, 14. August 2005

Nebel und Regen auf der Heimfahrt

Kurz-Info:

Start: Prestine, 10:00 Uhr

Strecke: Dosso - Clusone - Colle di Zambla - San Pellegrino (Mittagessen 13:30) - Tirano (Grenze, Kaffeepause 16:21) - Livigno - Zernez - Martina - GH Kranebitten

Ziel: Innsbruck, 20:30 Uhr

Dauer: 10:30 Stunden

Tages-km: 466

Tachostand: 26.518

Karte
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Der Blick aus dem Fenster lässt nichts Gutes erahnen, dichte Regenwolken sind aufgezogen. Aber es nützt nichts - da müssen wir durch!

Den schlechten Wetteraussichten zum Trotz haben wir uns eine ausgedehnte Route für die Heimreise vorgenommen. Zuerst geht's nach Breno, weiter nach Dosso und über den Passo della Presolana nach Clusone. Über Ponte Nossa und den Colle di Zambla gelangen wir nach San Pellegrino, wo wir in der Pizzeria im aufgelassenen Bahnhof mittagessen. Bis jetzt war es bewölkt aber trocken.

Nach dem Nebel am Passo di San MarcoGestärkt treten wir die Weiterreise an. Wir verlassen den Ort in nördlicher Richtung und fahren bis Piazza Brembana, wo die Auffahrt zum Passo di San Marco beginnt. Kurz vor der Passhöhe wird's dann ungemütlich. Wir tauchen in eine dichte Nebelfront ein. Andrea fährt vorne weg, ich hinter Garry, von dem ich gerade noch das Rücklicht verschwommen sehe - sonst nichts! Im Schritttempo geht's über den Pass; die paar Autos, die uns entgegen kommen, sind Gottlob gleich vorsichtig unterwegs wie wir. Welche Erleichterung, als sich der Nebel lichtet und den Blick auf die sich talwärts schlängelnde Straße freigibt!

Über Morbegno geht's dann eintönig auf der Hauptstraße bis Tirano an der Italienisch-Schweizerischen Grenze. Während einer Kaffeepause setzt der unausbleibliche Regen ein und bleibt uns bis Livigno erhalten. Erst hier kann sich die Sonne wieder ein wenig durchsetzen. Hier im italienischen Zollausschlussgebiet herrscht reger Verkehr, aber nachdem wir die lange Galerie am nördlichen Ufer des Lago die Livigno und den Grenztunnel hinter uns gelassen haben, sind wir fast alleine auf der Straße, die vom Ofenpass über Zernez nach Susch führt. Auch durch das Unterengadin kommen wir auf der noch regennassen Straße trotz eher vorsichtiger Fahrweise gut voran.

Die letzte Pause an der Grenzstation Martina nutzen wir dazu, uns die wärmsten Klamotten und die dicken Handschuhe anzuziehen, denn die lange nasskalte Fahrt hat uns total ausgekühlt. In Innsbruck angekommen, belohnen wir uns mit einem deftigen Abendessen im Gasthaus Kranebitten für die Strapazen dieser Reise.

***

Gesamtstrecke: 806 km
 

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© josef möltner, aktualisiert am Dienstag, 09. Oktober 2007