Mieming - Brenner - Hall
Saisonauftakt

alptours.at

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Samstag, 25. März 2006

Erst ins Oberland, dann in den "Süden"

Kurz-Info:

Start: Innsbruck, 10:20 Uhr

Strecke: Kranebitten - Telfs - Mieming - Mötz - Pfaffenhofen - Kematen - Axams - Mutters - Schönberg - Brenner - Römerstraße - Sistrans - Tulfes - Hall - Dörferstraße

Ziel: Innsbruck, 13:50 Uhr

Dauer: 03:30 Stunden

Tages-km: 190

Tachostand:
28.174

Karte
 

Endlich ist es so weit - der längste und kälteste Winter aller Zeiten (subjektive Empfindung - wissenschaftlich nicht untermauert) ist zu Ende! Noch nie stand das Motorrad so lange in der Garage. Dennoch springt meine BMW beim ersten Startversuch willig an und brummelt ungeduldig vor sich hin. Ich montiere das neue - wieder etwas kleiner gewordene - Kennzeichen, und dann geht's los.

Wie schon in den letzten Jahren verlasse ich die Stadt in Richtung Westen, und
gleich hinter Kranebitten beginnt's schon so richtig Spaß zu machen. Ich ziehe genüsslich über die B171 nach Zirl. Über Eigenhofen geht's weiter nach Telfs, alles bei sehr wenig Verkehr und auf trockenen, splittfreien Straßen. Auch bei der Auffahrt zum Mieminger Plateau sind nur wenige Autos vor mir, allerdings sieht's über dem Holzleitensattel nach Regen aus. Und tatsächlich erwischen mich bei Mieming ein paar Tropfen. Das muss ich bei der ersten Ausfahrt des Jahres wirklich nicht haben! Deshalb drehe ich um und fahre über Locherboden ins Inntal.

Bei Telfs halte ich mich rechts und zuckle über die Dörfer bis Kematen. Dann will ich's wieder wissen und fahre hoch nach Axams und über Götzens nach Mutters. Hier denke ich mir: "Eigentlich könnte ich ja den Schönberg probieren". Gedacht, getan - und schon ziehe ich über  die herrlichen Kurven nach Süden. Das Wetter ist hier föhnbedingt viel besser als im Oberland, also fahre ich weiter bis zur Staatsgrenze. Hier heroben ist es trocken aber doch etwas kalt. Die Griffheizung wärmt zwar die Handflächen, nicht aber Handrücken und Daumen. Um der ganzen Reise auch einen tieferen Sinn zu geben, kaufe ich auf italienischer Seite eine Stange Zigaretten (immerhin zwei Euro billiger als bei uns...) und trete dann die Rückfahrt an.

Bei Matrei biege ich ab nach Pfons und nehme die alte Römerstraße. Die ist - entgegen meinen Befürchtungen - auch völlig frei von Splitt, und so macht die Fahrt über die sonnenbeschienenen  Hänge doppelt Spaß. Von Lans fahre ich noch nach Sistrans und dann über Rinn und Tulfes hinunter nach Hall. Auf der nördlichen Seite des Inntales geht's schließlich über die Martha-Dörfer wieder nach Hause.

Der Anfang ist getan, und es hat wieder mächtig Spaß gemacht!