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Samstag, 2. September 2006
1. Tag |
Durchs
Salzkammergut zum Stubenbergsee
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Kurz-Info:
Start:
Innsbruck, 10:45 Uhr
Strecke:
A12 bis Wörgl - St. Johann - Hochfilzen - Saalfelden (12:36) -
Hallstatt (14:19) - Hieflau (15:59)- Präbichel (16:57) - Leoben -
Kapfenberg - Bruck/Mur - Strassegg - Birkfeld
Ziel:
Stubenberg, 18:45 Uhr
Dauer:
08:00 Stunden
Tages-km:
522
Tachostand:
34769
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Die Sonne
lacht vom Himmel, als wir nach dem Frühstück im Garten sitzen, und
Hanne sieht mir wohl an, dass ich am liebsten schon heute aufbrechen
will. Sie versichert mir, dass sie nichts dagegen hätte, und ich nehme
das Angebot dankend an.
Da ich gestern bereits gepackt habe, bin ich rasch startklar und
beginne die Reise auf der A12. Bei Wörgl verlasse ich die
Autobahn und fahre über St. Johann, Hochfilzen und den
Grießenpass nach Saalfelden. Hier ist die erste Pause
angesagt. Nun folgt die Auffahrt zum Dientensattel, dem ersten
Highlight der Tour. Es herrscht wenig Verkehr und ich komme gut voran.
Von Bischofshofen geht es zunächst nach Norden, dann ostwärts
durchs Lammertal und über Annaberg und den Pass
Gschütt nach Hallstatt. Auf dem Parkplatz am See gibt's die
auch schon traditionelle Fotopause.
Ich
umfahre den See in nördlicher Richtung und biege bei St. Agatha
auf die Pötschenstraße ein. Über herrlich zu fahrende Kurven
gelange ich nach Bad Aussee im Steirischen Salzkammergut. In
Bad Mitterndorf wollte ich eigentlich übernachten, aber es ist
noch viel zu früh, um diese Reise zu unterbrechen. Also fahre ich
weiter.
Die Strecke bis Liezen ist - wie üblich - stark befahren, aber
dann wird's wieder richtig interessant: Hinter Admont beginnt
das Gesäuse, ein Leckerbissen für Motorradfahrer. Hier fährt
man durch dichten Laubwald dem Flussbett der laut rauschenden Enns
entlang.
Kurz vor Hieflau mache ich Halt und überlege mir, wie's nun
weitergehen soll. Ich rufe im Hotel Erla an, um nach zu fragen, ob ich
denn schon heute - also einen Tag früher als ausgemacht - ein
Zimmer bekäme. Als mir der Wirt dies zusagt, kann ich die Reise
beruhigt fortsetzen.
Gleich hinter Eisenerz beginnt die steil ansteigende aber
bestens ausgebaute Auffahrt zum Präbichl, und vom Parkplatz auf
der Passhöhe hat man einen hervorragenden Ausblick auf den gegenüber
liegenden Erzberg. Auf der anderen Seite geht es dann hinunter
nach Leoben, dem bedeutenden Industrieort. Bei Bruck an der
Mur erwische ich die falsche Auffahrt auf die Schnellstraße, fahre
einige Kilometer in die falsche Richtung und kann erst bei
Kapfenberg wieder umdrehen, um nach Pernegg zu gelangen.
Von hier aus verläuft eine wenig befahrene, mit zahllosen Kurven
gespickte Straße, die durch die Breitenau hinauf zum
Straßegg führt, dem letzten Pass auf meiner heutigen Tour.
Dahinter geht's steil hinunter nach Birkfeld. Der Feistritz
entlang lege ich die Strecke bis Stubenberg zurück und genieße
besonders die letzten paar Kilometer, auf denen sich das Tal verengt
und eine Kurve auf die andere folgt.
Auf der Terrasse des Hotel Erla lasse ich mir ein kühles Bier
schmecken, ehe ich mein Zimmer mit Seeblick beziehe und anschließend
vorzüglich zu Abend esse.
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Sonntag, 3. September 2006
2. Tag |
Teichalm
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Kurz-Info:
Start:
Stubenberg, 10:15 Uhr
Strecke:
Kulm - Puch - Weiz (10:50) - Passail - Rechberg - Semriach
(Kaffeepause 11:43) - Frohnleiten - Thyrnau - Fladnitz - Teichalm -
Breitenau - Pernegg - Mürzhofen - Fischbach - Birkfeld (14:50)-
Pöllauberg
Ziel:
Stubenberg, 16:25 Uhr
Dauer:
06:10 Stunden
Tages-km:
238
Tachostand:
35007
Karte
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Nach der
anstrengenden Anreise habe ich gut und tief geschlafen. Ich frühstücke
ausgiebig und genieße dabei von der Terrasse aus den Blick auf den
See. Für heute habe ich mir eine Ausfahrt in die nähere Umgebung
vorgenommen.
Auf
der gegenüberliegenden Talseite geht es gleich steil bergauf zum
Kulm, einem besonders bei Paragleitern und Drachenfliegern sehr
beliebten Berg. An seinem Südhang entlang führt die schmale Straße
durch dichten Wald und durch winzige Weiler zur reizvollen
Bezirkshauptstadt Weiz. Hier lege ich eine kurze Fotopause ein.
Dann fahre ich nordwärts durch die wildromantische Weizklamm
nach Passail. Nach weiteren dreizehn Kilometern und 276
Höhenmetern befinde ich mich auf dem Rechberg. Auf der
Passhöhe biegt eine schmale Straße nach links ab, deren Verlauf ich
instinktiv folge. Nach acht kurvenreichen Kilometern eröffnet sich mir
hinter einer engen Ortseinfahrt der Hauptplatz von Semriach.
Die Szenerie wirkt so einladend, dass ich spontan eine Kaffeepause
einlege. Anschließend schlendere ich durch den liebevoll gepflegten
Pfarrhof und halte ein paar interessante Details mit meiner Kamera
fest.
Mein Garmin-Gerät verliert völlig die Orientierung, als ich über
Nebensträßchen letzter Kategorie talwärts fahre und findet sie erst
kurz vor Frohnleiten auf der Rechbergstraße wieder.
Dieser folge ich drei Kilometer bergwärts und nehme dann die
Abzweigung nach Tyrnau. Ich durchquere ein gottverlassenes Tal,
an dessen Ende die Straße steil bergan führt. So gelange ich nach
Fladnitz an der Teichalm.
Hier begegnen mir auch wieder
einige Biker, denen ich in nördlicher Richtung folge. Beim
Teichalmsee herrscht reger Ausflugsverkehr, ich lege eine kurze
Orientierungspause ein und lasse meinen Blick über die satten
Almwiesen und die sanften Hügel ringsum schweifen. Ich folge dem
Straßenschild "Bruck an der Mur" und finde mich alsbald auf der
Breitenauer Straße wieder, auf der ich gestern angereist bin.
Talauswärts cruise ich bis Pernegg und biege nach rechts ab, um
auf der S35 nach Mürzhofen zu gelangen. Diese Fahrt auf der
Schnellstraße verschafft ein wenig Erholung für Arme und Gesäß, die
auf den hinter mir liegenden Holperstrecken einigermaßen in
Mitleidenschaft gezogen wurden...
Doch auch die darauf folgende Strecke über Stanz im Mürztal und
Fischbach nach Birkfeld bietet wieder Patchwork-Asphalt
vom "Feinsten". Auf dem Weg zurück ins Hotel nehme ich noch den
Abstecher über Pöllauberg, der viel besuchten Wallfahrtskirche
oberhalb von Pöllau, ehe ich über Rabenwald nach Stubenberg abfahre.
Im Hotel angekommen, muss ich erstaunt feststellen, dass man mich
kurzerhand umquartiert und mein Zimmer mit Seeblick einem anderen Gast
zugewiesen hat. Also beschließe ich, Stubenberg morgen in Richtung
Süden zu verlassen.
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Montag, 4. September 2006
3. Tag |
Durch
Slowenien nach Kärnten
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Kurz-Info:
Start:
Stubenberg, 08:45 Uhr
Strecke:
Hirnsdorf - Kaindorf - Blumau - Fürstenfeld (Kaffeepause 9:46) -
Riegersburg - Feldbach - Fehring - Klöcher Weinstraße - Bad
Radkersburg (Kaffeepause 11:22) - Maribor (Kaffeepause 13:10) -
Radlpass (14:15) - Soboth (14:45) - Klopeiner See - Rosental -
Ziel:
Pressegger See, 18:00 Uhr
Dauer:
09:15 Stunden
Tages-km:
427
Tachostand:
35434
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Im Vorjahr
haben Hanne und ich von Stubenberg aus einen Ausflug über die
Klöcher
Weinstraße nach Bad Radkersburg unternommen, und diese Route möchte
ich heute nachfahren. Allerdings werde ich dann durch Slowenien nach
Kärnten weiterreisen und mir irgendwo eine Bleibe suchen.
Meine erste Station ist Fürstenfeld, wo ich am Hauptplatz eine
Kaffeepause einlege. Dann geht es durch Söchau zur
Steirischen Schlösserstraße, und schon bald erblicke ich in der
Ferne die Riegersburg. Südlich des gleichnamigen Ortes nehme
ich die kurvenreiche Straße nach Feldbach. Von hier aus sind es
etwa sieben Kilometer in Richtung Osten bis Fehring, dem
nördlichen "Einstieg" in die Klöcher Weinstraße, die zwischen
Weinbergen und durch sauber herausgeputzte Dörfer nach Süden führt und
kurz unter St. Anna am Aigen endet. Es folgen noch weitere zehn
Kilometer auf Rollsplitt(!), dann erreiche ich die Grenzstadt Bad
Radkersburg. Da es inzwischen schon recht heiß geworden ist, suche
ich einen schattigen Parkplatz für mein Motorrad und plane bei einem
Kaffee die weitere Route.
Nach
dem Grenzübertritt nach Slowenien folgen etwa vierzig anstrengende
Kilometer mit zahllosen Baustellen, deren Ampeln mich immer wieder zum
Anhalten in brütender Hitze zwingen. Dann erreiche ich Maribor
(deutsch Marburg), die zweitgrößte Stadt des Landes mit ca.
108.000 Einwohnern, die bis zum ersten Weltkrieg zum Habsburgerreich
gehörte. Auch hier herrscht rege Bautätigkeit und viel Verkehr. Ich
suche mir ein kleines Straßencafe in der Altstadt, schieße ein paar
Fotos und mache mich wieder auf den Weg nach Westen.
Der Drau entlang führt eine gemütlich zu fahrende Straße ca. 60
Kilometer bis Radlje ob Dravi, von wo aus die steile Südrampe
zum Radlpass ansteigt. Hier verlasse ich Slowenien wieder und
kehre für ein kurzes Stück in die Steiermark zurück, um diese auch
gleich wieder über die Soboth-Straße in Richtung Kärnten zu
verlassen. Diese bei Motorradfahrern äußerst beliebte Strecke bietet
alles, was das Bikerherz begehrt: lang gezogene, schnelle Kurven auf
der steirischen, steile Kehren auf der Kärntnerischen Seite, dazu eine
interessante Landschaft und zahlreiche Einkehrmöglichkeiten.
Von Lavamünd fahre ich zum Klopeiner See, um mir
eventuell hier ein Zimmer zu suchen. Diesen Gedanken verwerfe ich aber
gleich wieder, da mir das Ambiente überhaupt nicht zusagt. Also geht's
weiter in Richtung Westen. Auf der Fahrt durch das Rosental
beschließe ich, mir in der Gegend von Hermagor eine Unterkunft
zu suchen.
Als ich am Pressegger See ankomme, habe ich schon 470
anstrengende Kilometer hinter mir. Im Hotel Alpe-Adria hat man zwar
kein Zimmer frei, dafür aber einen guten Tipp: die Pension Vielgut,
gleich nebenan. Dort beziehe ich ein schnuckeliges Zimmer unter dem
Dach und unterhalte mich bei einem kühlen Bier mit zwei
Biker-Ehepaaren, die ebenfalls hier logieren.
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Dienstag, 5. September 2006
4. Tag |
Abstecher nach
Italien und Slowenien
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Kurz-Info:
Start:
Pressegger See, 09:00 Uhr
Strecke:
Hermagor - Nassfeld (9:38) - Chiusaforte (Kaffeepause 11:25) - Predil
- Bovec - Vrsic (13:02) - Kranjska Gora - Wurzenpass - Hart
(Kaffeepause 13:52) - Vorderberg - Pressegger See/Süd - Hermagor
Ziel:
Pressegger See, 15:38 Uhr
Dauer:
06:38 Stunden
Tages-km:
239
Tachostand:
35673
Karte
Fotogalerie
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Schon um
sieben Uhr morgens(!) unternehme ich einen Spaziergang zum See und
genieße die Ruhe und den Anblick der Nebelschwaden, die über dem
Wasser liegen. Es wird offensichtlich wieder ein herrlicher
Spätsommertag!
Nach dem Frühstück breche ich auf in Richtung Westen und fahre über
Hermagor und Tröpolach hinauf zum Nassfeld. Ich
schieße ein paar Fotos und schwinge gemütlich die zahlreichen Kehren
hinunter nach Pontebba. Hier steht an einer Kreuzung eine Gruppe
Biker, die sich offensichtlich nicht entscheiden kann, wo's
weitergehen soll. Da kommt von hinten ein weiterer Motorradfahrer
dazu, überholt uns und biegt nach rechts ein. Es ist ein Spanier auf
einer BMW R1200GS. Während die Gruppe noch überlegt, schließe ich mich
dem Spanier an. Der hat dies wohl bemerkt, denn als ich auf der
Sella di Cereschiatis für ein Foto anhalte, bleibt er ebenfalls
stehen. Wir wechseln ein paar Worte und fahren dann gemeinsam durch
das Val Aupa und bis Chiusaforte am Fuße des Predil. Hier trinken wir
einen Cappuccino und unterhalten uns, so gut es eben geht. Pablo kann
kein Deutsch oder Englisch, und mein Abendkurs-Spanisch reicht gerade
aus, zu erfahren, dass er von Zaragoza aus über Frankreich und
Schwarzwald nach Österreich gefahren ist und sich nunmehr wieder auf
dem Weg nach Hause befindet.
Durch
das Val Raccolana fahren wir über die Sella Nevea zum
Lago di Predil, wo die letzten Kehren hinauf zur Passhöhe
beginnen. Wir überqueren die Grenze zu Slowenien und machen
Halt an einem Aussichtspunkt, der den Blick frei gibt auf die
imposanten Gipfel des Triglav-Nationalparks. Kurz vor Bovec
trennen sich unsere Wege, denn Pablo fährt in Richtung Süden, während
ich mir eine meiner Lieblingsstrecken vornehme, nämlich jene über den
Vrsic-Pass.
Über Soca geht es zunächst in flachen, übersichtlichen Kurven
bis Trenta, ehe die Straße das Tal verlässt und in engen Kehren
rasch an Höhe gewinnt. Auf der Passhöhe treffe ich nur ein paar
Bergsteiger und Mountainbiker an, und auch die Abfahrt über die
gepflasterten Kehren erfolgt heute nicht - wie an manch anderen Tagen
- in der Kolonne, sondern ganz entspannt bei sehr wenig Verkehr. Als
ich auch noch den Wurzenpass hinter mir habe, suche ich mir einen
schattigen Platz für die nächste Kaffeepause und beobachte Dutzende
Biker, die jetzt schon aus allen Richtungen zu dem am Wochenende
stattfindenden Harley-Treffen am Faaker See anreisen.
Auf kleinsten Nebenstraßen, vorbei am Südufer des Pressegger Sees,
fahre ich nach Hermagor, um mir eine Schwimmhose zu kaufen und
dann zurück in die Pension. Die Zeit bis zum Abendessen verbringe ich
im Strandbad. Es gibt nichts Erfrischenderes nach einer anstrengenden
Tour, als einen Sprung ins Wasser!
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Mittwoch, 6. September 2006
5. Tag |
Nockalmstraße und Weißensee
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Kurz-Info:
Start:
Pressegger See, 09:30 Uhr
Strecke:
St. Stefan - Windische Höhe - Radenthein (Kaffeepause 10:33) - Nockalm
Mautstation Ost (11:39) - Nockalm-Schiestlscharte - Gmünd (Mittagessen
13:14) - Sachsenburg - Greifenburg - Weißensee (15:17) - Kreuzberg -
Hermagor
Ziel:
Pressegger See, 16:33 Uhr
Dauer:
07:03 Stunden
Tages-km:
239
Tachostand:
35912
Karte
Fotogalerie
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Gestern ging's
nach Süden, heute werde ich eine Ausfahrt in die entgegen gesetzte
Richtung unternehmen.
Ein
paar Kilometer östlich vom Pressegger See liegt St. Stefan im
Gailtal, und hier beginnt die Straße auf die Windische Höhe,
einem kleinen Ort, der nur aus drei Häusern und einer Kirche besteht und
den Übergang vom Gailtal ins Drautal bildet.
In lang gezogenen Kurven geht es dann durch dichten Wald hinaus nach
Feistritz an der Drau. Hier sehe ich in der Ferne schon den
Millstätter See, an dessen östlichstem Uferabschnitt vorbei die
Straße nach Radenthein führt. Hier ist die erste Kaffeepause
fällig.
Über Bad Kleinkirchheim und Patergassen fahre ich weiter
in Richtung Turracher Höhe, biege aber kurz hinter Ebene
Reichenau nach links ab, denn hier beginnt die Auffahrt zur
Nockalm. Als ich an der Mautstelle anhalte, treffen immer mehr Biker
ein, der Großteil davon Harley-Fahrer auf Ihren blank geputzten
Feuerstühlen. Nachdem ich meinen Obolus entrichtet habe, gebe ich
kräftig Gas, um dem Bulk zu entkommen. Ich genieße die Fahrt über die 35
km lange Strecke mit ihren 52 Kehren und mache auch zwei mal Halt, um
die faszinierende Landschaft der Nockberge zu bewundern. Das wolkenlose
Wetter ermöglicht heute eine ungetrübte Fernsicht.
Bei Kremsbrücke erreiche ich das Liesertal und mache in
dessen Hauptort Gmünd Mittagspause. Auf der B99 geht's dann dem
Flussbett der Lieser entlang zurück ins Drautal. Dieses
durchfahre ich in westlicher Richtung bis Greifenburg. Hier biege
ich scharf links ab und überwinde in einigen steilen Kurven die
dreihundert Meter Höhenunterschied zum Weißensee. An der Brücke,
die über den 11, 6 Kilometer langen See nach Techendorf führt,
lege ich einen Fotostopp ein. Dann folgt die letzte steile Auffahrt des
Tages zum Kreuzbergpass. Ebenso steil geht's hinunter nach
Weißbriach und dann gemütlich durchs Gitschtal hinaus nach
Hermagor.
In der Pension angekommen, ziehe ich mich rasch um und erfrische mich
wieder mit einem Sprung in den See. Ich genieße die Nachmittagssonne im
fast menschenleeren Strandbad - die perfekte Erholung!
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Donerstag, 7. September 2006
6. Tag |
Heimreise
durch die Dolomiten
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Kurz-Info:
Start:
Pressegger See, 09:15 Uhr
Strecke:
Kötschach-Mauthen - Plöckenpass (10:04) - Tolmezzo - Villa Santina
- Forni di Sopra (Kaffeepause 11:28) - Passo della Mauria - Auronzo - Pso.
Tre Croci - Cortina - Falzarego (13:13) - Valparola - Würzjoch - Bixen
Ziel:
Innsbruck, 16:12 Uhr
Dauer:
06:57 Stunden
Tages-km:
382
Tachostand:
36294
Karte
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Der Tag der
Heimreise ist angebrochen. Ich verabschiede mich von meinen Gastgebern,
der freundlichen Familie Vielgut, und breche auf.
Da die Sonne - wie schon in all den vorangegangenen Tagen meiner
Rundreise - wieder freundlich vom Himmel lacht, möchte ich auch noch die
letzte Etappe voll auskosten. Ich habe mich daher für eine Route durch
die Dolomiten entschieden.
Durchs Obere Gailtal fahre ich zunächst bis Kötschach-Mauthen
und biege dann nach Süden ab. Über den Plöckenpass mit seiner
steilen Nordrampe und den engen, oft in Tunneln angelegten Kehren
auf der Südseite gelange ich ins italienische Friaul. Bei
Tolmezzo nehme ich die Schnellstraße bis Villa Santina und
halte mich dann links, denn hier beginnt die kurvenreiche Anfahrt zum
Passo della Mauria, über den ich das letzte mal vor sechs Jahren
gefahren bin.
Im
Val Cadore fahre ich nach Norden und biege dann links ab, um über
Auronzo und den Passo Tre Croci nach Cortina zu
gelangen. Hier in den Dolomiten deuten dicke Regenwolken die drohende
Wetterverschlechterung an, aber bis jetzt war noch kein Niederschlag zu
spüren. Und so bleibt es auch für die gesamte restliche Strecke über
Falzarego- und Valparolapass, das Würzjoch und den
Brenner.
***
So endet eine interessante,
abwechslungsreiche und auch erholsame Tour, auf der ich in sechs
regenfreien(!) Tagen 2.047 km zurückgelegt und zahlreiche
interessante Orte und freundliche Menschen kennen gelernt habe.
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