1. Tag: Innsbruck - Iseo
2. Tag: Iseo - Bergamo
3. Tag: Iseo - Clusone
4. Tag: Iseo - Innsbruck |
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Angelika wollte
das Osterfest einmal in Italien feiern, und Hannes sein neues Motorrad,
eine Suzuki V-Strom 650, "einweihen". Bei einem gemeinsamen Abendessen waren Hanne und ich nicht
schwer zu einem Ausflug an den Iseosee zu überreden.
Da den Damen jedoch die Jahreszeit für eine ausgedehnte Motorradtour
noch zu kalt erschien, beschlossen wir, die Reise getrennt anzutreten:
Angelika und Hanne im Auto, Hannes und ich auf unseren Motorrädern. |
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1. Tag:
Samstag, 7. April 2007 |
Anreise
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Kurz-Info:
Start:
Innsbruck, 08:45 Uhr
Strecke:
Jaufen (10:40) - Meran - Lana - Ultental - Proveis (Mittagessen 12:22)
- Tuenno - Andalo - Molveno - Riva - Gargnano - Valvestino - Idro
(Kaffeepause 17:04) - Sarezzo
Ziel:
Iseo, 18:28 Uhr
Dauer:
09:43 Stunden
Tages-km:
416
Tachostand:
38473
Karte
Bilder |
Während sich unsere Frauen auf
der Autobahn in den Osterverkehr einreihen, nehmen Hannes und ich die
Brenner-Bundesstraße unter die Räder.
Nach einer Kaffeepause in Sterzing geht's weiter auf den Jaufenpass
und nach einem kurzen Fotostopp durch das Passeiertal hinaus
nach Meran. Wir durchqueren das Burggrafenamt und nehmen in
Lana die steile Auffahrt ins Ultental. Hier sind wir nun
fast allein auf der Straße und genießen die kurvenreiche Strecke
taleinwärts und anschließend den Übergang zu den Dörfern am
Nonsberg. In Proveis wird es Zeit für's Mittagessen, das
wir in einem kleinen Gasthaus an der Straße einnehmen.
Bei
Tuenno im Nonstal erwischen wir die falsche Ausfahrt aus
einem Kreisverkehr und landen unversehens auf einem immer steiler
abwärts führenden Waldweg. Nach dieser ungeplanten Enduro-Einlage
setzen wir unsere Fahrt über Andalo und Molveno fort.
Bei Riva halten wir uns rechts und rollen im Konvoi mit
zahllosen Ausflüglern über die Gardesana Occidentale bis
Gargnano. Auf der kurvenreichen Panoramastraße mit herrlichem
Blick auf den Gardasee fahren wir bergwärts zum Stausee im Val
Vestino. Nach der Abfahrt wird in Idro eine Kaffeepause
fällig.
Die letzte Etappe führt uns zuerst südwärts nach Odolo und dann
durch Industrieorte im Hinterland von Brescia nach Westen. Kurz vor
Iseo müssen wir noch den Passo Tre Termini überwinden, ehe
wir über die zahlreichen Kehren hinunter zum See unser Tagesziel
erreichen.
Im Hotel Ambra werden wir schon sehnsüchtig von unseren Frauen
erwartet. Nach einer herzhaften Pizza und dem Besuch der
Osternachtsfeier lassen wir den Tag in einem Cafè auf der Piazza
Garibaldi ausklingen.
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2. Tag:
Ostersonntag, 8. April 2007 |
Kulturprogramm: Bergamo
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Karte
Bilder |
Ich bin früh auf und nütze die Zeit für einen kleinen
Morgenspaziergang mit der Kamera durch den jetzt noch ruhigen Ort. Als
ich ins Hotel zurück kehre, ist auch der Rest der Mannschaft schon aus
den Federn gekrochen und bereit für's Frühstück. Dabei wird das
Tagesprogramm festgelegt:
Unseren Frauen zu Liebe lassen
wir heute die Motorräder stehen und unternehmen einen Ausflug mit dem
Auto.
Am
südlichen Seeufer entlang geht's zuerst bis Sarnico, dann auf
der Landstraße über Grumello del Monte bis Montello
und schließlich das letzte Stück auf der Autobahn nach Bergamo.
Wir finden einen Parkplatz in der Unterstadt und fahren anschließend
mit der Standseilbahn hinauf
zur alten Oberstadt (Città
Alta), die 380 m ü. M. auf einem Hügel liegt , der zu den letzten
Ausläufern der Alpen gehört, bevor diese in die fruchtbare Poebene
übergehen. Durch malerische Gassen gelangen wir zur Piazza Vecchia,
die inmitten der denkmalgeschützten Altstadt liegt und vom
mittelalterlichen Rathaus (Palazzo Vecchio) und dem dahinter
liegenden Dom beherrscht wird. Hier genießen wir einen Capuccino in
der Frühlingssonne, besichtigen den Dom und schlendern anschließend
zurück zur Standseilbahn. Dabei erweist es sich als großer Vorteil,
dass wir schon so früh aufgebrochen sind, denn jetzt strömen Massen
von Ausflüglern von der Unter- in die Oberstadt.
Auf der Rückfahrt biegen wir in Sarnico nach links ab, um am
westlichen Ufer des Iseosees nach Norden zu
fahren. Die teils einspurig aus dem Felsen gehauene Uferstraße bietet
- sofern sie nicht gerade in einem der zahlreichen Tunnel verschwindet
- herrliche Ausblicke auf den See mit
seinen drei Inseln. In einem Ristorante gegenüber der Uferpromenade
von Lovere kehren wir zu und fahren anschließend auf der
Schnellstraße am östlichen Seeufer zurück nach Iseo.
Jetzt, am späten Ostersonntag-Nachmittag, ist das Städtchen voll von
Menschen, die aus allen Gassen quellen und die Uferpromenade auf und
ab flanieren. In diesem Tumult habe ich einige Mühe, mir mit dem Auto
einen Weg zum Hotel zu bahnen. Aber auch wir können uns diesem typisch
italienischen Flair nicht entziehen und mischen uns unter die
zahllosen Spaziergänger, ehe wir in einem Strandlokal zu Abend essen.
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3.
Tag:
Ostermontag, 9. April 2007 |
Erst auf
die Insel, dann in die Berge
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Kurz-Info:
Start:
Iseo, 12:58 Uhr
Strecke:
Sarnico - Trescore - Borgo di Terzo - Gandino - Fiorano - Cene (14:29)
- Clusone - Val di Scalve - Dezzo - Dosso - Borno - Lovere - Sarnico
Ziel:
Iseo, 17:31 Uhr
Dauer:
04:33 Stunden
Tages-km:
207
Tachostand:
38680
Karte
Bilder |
Heute ist für unsere Frauen
der Tag der Heimreise gekommen.
Den
Vormittag wollen wir noch für eine gemeinsame Schifffahrt zur Monte
Isola nützen. An der Schiffsanlegestelle direkt gegenüber von
unserem Hotel stehen schon am frühen Morgen viele Urlauber Schlange,
um auf die größte Insel aller italienischen Binnengewässer über
zu setzen. Nach einer halben Stunde legt das Schiff in Peschiera
Maraglio an. Wir schlendern durch den malerischen Ort und
spazieren anschließend am Ufer entlang zur nächsten Anlegestelle, um
nach einem Capuccino mit dem nächsten Schiff wieder nach Iseo
zurück zu kehren.
Nachdem Angelika und Hanne sich auf den Heimweg gemacht haben, brechen
Hannes und ich zu einer Ausfahrt in die Bergamasker Alpen auf.
Zuerst fahren wir - wie gestern - am südlichen Seeufer entlang, durch
Sarnico und weiter bis Albano. Hier biegen wir nach
Norden ab und fahren bis zum Lago di Endine. In Spinone
del Lago geht es dann steil bergan, und auf einer
kurvenreichen Straße gewinnen wir schnell an Höhe. Als es wieder
bergab geht, biege ich an einer Weggabelung nach rechts ab, da
mich der Wegweiser nach Bergamo irritiert, und wir landen nach einigen
geilen Kurven unbeabsichtigt in Leffe. Orientierungslos drehen
wir eine Runde durch den Ort, dann gehorche ich schließlich doch
meinem Street-Pilot, der mich schon seit der Weggabelung
immer wieder auffordert, zu wenden. Also geht's wieder retour und doch
weiter bergab in Richtung Bergamo. In Cene legen wir eine
Zigarettenpause im Schatten der mächtigen Kirche ein und folgen dann
dem Schild, das nach Ponte Nossa und Clusone weist. Wir
sind also wieder auf der richtigen Route!
Am Ortsende von Clusone beginnt durch das
Valle di Scalve
die
Anfahrt zum Passo della Presolana, eine tolle Strecke mit
zahlreichen Kurven und herrlichen Ausblicken. Auf der anderen Seite
des Passes fahren wir ab ins Valle Sponda, biegen jedoch
schon nach einigen hundert Metern wieder nach links ab und nehmen die
schmale Straße, die über Dosso und Palline in zahllosen
Kurven nach Borno führt. Von hier aus geht es auf einer
breiten, gut ausgebauten Straße hinunter ins Val Camonica. Bis
Boario Terme bleiben wir auf der Provinzstraße, dann nehmen wir
doch lieber die Schnellstraße bis Lovere, denn schließlich
wollen wir ja noch den Isoesee umrunden.
Auf der westlichen Seeuferstraße geht es heute in entgegen gesetzter
Richtung wesentlich langsamer voran als gestern mit dem Auto, und so
bleibt uns immer wieder ein wenig Zeit, die Ausblicke auf den See zu
genießen. Ab Sarnico nimmt dann der Verkehr noch mehr zu, und
in Iseo angekommen, müssen wir uns wieder durch Massen von
Tagestouristen zu unserem Hotel durchkämpfen.
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4. Tag:
Dienstag, 10. April 2007 |
Heimreise
durch die Schweiz
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Kurz-Info:
Start:
Iseo, 08:45 Uhr
Strecke:
Lovere - Edolo - Aprica - Tirano - Bernina (12:50) - Scuol - Fließ
(15:19) - Landeck - Imst - Telfs - Profi Reifen
Ziel:
Innsbruck, 17:30 Uhr
Dauer:
08:45 Stunden
Tages-km:
403
Tachostand:
39083
Karte
Bilder |
Dieser außergewöhnlich warme
Frühling hat mich dazu bewogen, für die Heimreise eine Route durch die
Schweiz zu planen. Nie zuvor wäre ich auf die Idee gekommen, um diese
Jahreszeit über den Berninapass zu fahren!
Um
nicht die tunnelreiche Schnellstraße nehmen zu müssen, verlassen wir
Iseo wieder in Richtung Sarnico und fahren über
Endine nach Lovere. Dann geht's durch das verkehrsreiche
Val Camonica nach Norden bis Edolo. Das erste Highlight des
Tages bietet sich uns bei der Auffahrt zum Passo di Aprica: Die
Sonne lacht vom Himmel, und wir sind fast allein auf der Straße. Bei
der Abfahrt ins Veltlin finde ich auch die Abkürzung wieder,
die durch dichten Laubwald direkt nach Villa di Tirano hinunter
führt.
Bei Tirano passieren wir die italienisch-schweizerische Grenze
und ziehen einsam hinauf zur Passhöhe auf 2.328 Metern Seehöhe.
Dort legen wir eine ausgiebige Pause ein, schießen ein paar Fotos und
genießen die Stille und den ungetrübten Blick auf die schneebedeckten
Berggipfel. Bei Pontresina erreichen wir das Engadin und
folgen dem Flusslauf des hier noch jungen Inn, der uns nun bis
nach Hause begleiten wird.
Eine letzte Rast gönnen wir uns in Fließ, wo wir in einem
schattigen Gastgarten ein verspätetes Mittagsmahl zu uns nehmen. Dann
legen wir die letzten Kilometer durch das Inntal auf der Bundesstraße
zurück.
In Innsbruck
angekommen, stelle ich das Motorrad gleich zum Reifenhändler, denn
nach fast 14.000 km Laufleistung sind meine Metzteler Tourance
jetzt doch ziemlich am Ende...
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