Umbrien
Rund um den Lago di Trasimeno

alptours.at

 Zurück | Übersicht | Weiter

01. Sirmione
02. Passignano
03. Perugia
04. Bolsena
05. Toskana
06. Spoleto
07. Gubbio
08. Isola Maggiore
09. Bassano del Grappa
10. Innsbruck

 

Umbrien

Im Vorjahr haben wir die Marken bereist und dabei auch einen Abstecher nach Umbrien gemacht. Heuer wollen wir von Umbrien aus die nähere Umgebung erkunden. Als "Stützpunkt" haben wir uns das idyllisch gelegene Hotel Kursaal in Passignano sul Trasimeno ausgesucht.

In bewährter Weise reisen Hanne und ich getrennt per Auto und Motorrad an. Im Unterschied zum Vorjahr werden wir jedoch nur Tagestouren unternehmen und zwischendurch das Motorrad auch einmal auf dem Parkplatz stehen lassen.

Auf diese Art wollen wir Motorrad- Bade- und Kultururlaub in idealer Weise kombinieren.

 

1. Tag:
Sonntag, 13. Mai 2007

Innsbruck - Sirmione

Kurz-Info:

Start: Innsbruck, 10:00 Uhr

Strecke:
Penserjoch - Lavazejoch - Cavalese - Passo Manghen - Caldonazzo - Passo del Sommo - Rovereto - Mori - Ala - Affi - Lazise

Ziel: Sirmione (Hotel La Paül), 17:04 Uhr

Dauer: 07:04 Stunden

Tages-km: 363

Tachostand: 40513

Karte
Diashow

Die Anreise wollen wir in zwei Etappen absolvieren, die erste führt uns heute an den Gardasee. Da Hanne über die Autobahn nach Süden reisen wird, kann sie noch in aller Ruhe packen, während ich mich schon auf den Weg mache.

Über das Penser Joch geht's erst einmal nach Bozen und weiter ins Eggental. Bei Birchabruck halte ich mich rechts und erreiche bald die Auffahrt zum Lavazejoch. Auf der Passhöhe lege ich eine kleine Pause ein,  ehe ich nach Cavalese abfahre.

Hier entscheide ich mich für die Route über den Passo Manghen, den ich erst ein mal, nämlich vor sieben Jahren, bezwungen habe. Das Strässchen durch das Val Cadino verläuft zuerst recht unspektakulär durch dichten Wald bis auf etwa 1.200m Seehöhe. Dann steigt es in immer enger werdenden Kehren bis zur Passhöhe in 2.047m an. Ich kann von Glück sagen, dass mir dabei kein Gegenverkehr begegnet. Bei leichtem Nieselregen fahre ich ab ins Valsugana, wo zwar die Sonne scheint, aber ein kühler Wind weht. In
Caldonazzo gönne ich mir eine ausgiebige Mittagspause.

Über den vergleichsweise "harmlosen" Passo del Sommo gelange ich anschließend nach
Rovereto, überquere die Etsch und fahre zügig auf der Provinzstraße von Mori nach Affi. Im dichten Wochenendverkehr geht's dann weiter nach Lazise und am Seeufer entlang nach Sirmione.

Im Hotel Paül erwartet mich bereits Hanne, und gemeinsam schlendern wir in die reizende Altstadt, wo wir bei einem feinen Abendessen diesen ersten Urlaubstag gemütlich ausklingen lassen.
 

2. Tag:
Montag, 14. Mai 2007

Durch die Toscana nach Umbrien

Kurz-Info:

Start: Sirmione, 08:45 Uhr

Strecke:
Peschiera - Volta Mantovana - Valeggio - Mantua Nord (A22) - Carpi - Modena - Montale - Pavullo - Abetone - Pistoia - Empoli - Siena

Ziel: Passignano, 17:04 Uhr

Dauer: 08:19 Stunden

Tages-km: 502

Tachostand: 41015

Karte
Diashow

Nach dem Frühstück nehmen wir die zweite Etappe der Anreise in Angriff. Während Hanne die schnellste Verbindung auf der Autobahn nimmt, bietet sich für mich die Variante "kürzester Weg" an.

Also geht's zuerst geradewegs südwärts bis Volta Mantovana und dann über verlassene Sträßchen bis Mantua und von da ein Stück auf der Autobahn bis kurz vor Modena. Hier beginnt der inzwischen schon vertraute Anstieg zum Abetone, der mit der obligaten Fotopause auf der Passhöhe endet. In endlosen Kurven schlängelt sich die Straße hinab nach Pistoia, dann geht's relativ flach weiter bis Empoli.

Ein kurzes Stück lege ich auf der Schnellstraße in Richtung Florenz zurück, ehe ich nach Südosten abbiege und bei
San Casciano auf die Autobahn Firenze - Siena auffahre. Von hier an heißt es nur mehr Kilometer machen, denn es ist noch ein gutes Stück bis zum Ziel. So richtig Freude kommt erst wieder auf, als ich bei Sinalunga auf die Autobahn in Richtung Perugia einbiege und nach kurzer Fahrt die silbern glänzenden Wellen des Trasimenosees in der Nachmittagssonne funkeln sehe.

Bei meiner Ankunft im Hotel Kursaal erwartet mich Hanne bereits in unserem Zimmer im zweiten Stock mit herrlichem Blick auf den See. Hier lässt sich's die kommenden sieben Tage sicher gut aushalten!
 

3. Tag:
Dienstag, 15. Mai 2007

Mit dem Auto nach Perugia

Kurz-Info:

Start: Passignano

Strecke: Perugia - Umbertide - Sansepolcro - Arezzo - Castiglione

Ziel: Passignano

Karte
Diashow

Nach den zwei anstrengenden Anreisetagen will ich meiner Maschine und mir einen Ruhetag gönnen. Ein Tagesausflug nach Perugia und die nähere Umgebung bietet sich an.

Auf kleinen Nebenstraßen fahren wir zuerst am Seeufer entlang, dann durch kleine Dörfer hoch über dem Ostufer in die Provinzhauptstadt. Das Auto parken wir auf einer der zahlreichen gebührenpflichtigen Parkplattformen und erkunden dann per pedes die Altstadt Perugias mit ihrem Wahrzeichen, dem Palazzo dei Priori.

Nach einem ausgiebigen Stadtrundgang fahren wir weiter nach Umbertide und
Sansepolcro, zwei kleineren Städten weiter nördlich. Im dichten Nachmittagsverkehr kehren wir, nach einem kurzen Abstecher in Castiglione, zurück nach Passignano.
 

4. Tag:
Mittwoch, 16. Mai 2007

Orvieto und Lago di Bolsena

Kurz-Info:

Start: Passignano, 09:45 Uhr

Strecke:
Marsciano - Todi - Orvieto - Bolsena - Aquapendente - S. Casciano - Chiusi - Castiglione

Ziel: Passignano, 18:00 Uhr

Dauer: 08:15 Stunden

Tages-km: 271

Tachostand: 41286

Karte
Diashow

Heute steht die erste der vier Tagestouren, die ich zu Hause sorgfältig geplant habe, auf dem Programm.

Erst dem Seeufer entlang, dann auf windungsreichen, schmalen Nebenstraßen, geht es hügelauf und hügelab südwärts nach Marsciano, einem verschlafenen Provinzstädtchen. Nach einem Capuccino setzen wir die Fahrt fort und nähern uns unserem nächsten Ziel: Todi.

Hoch über dem Tibertal erstreckt sich die Stadt weithin sichtbar auf einer Hügelgruppe. Wir parken außerhalb der Stadtmauern und erklimmen eine der steilen Gassen, die zur Piazza
del Popolo hinauf führen. Dort bietet sich uns ein überwältigender Anblick mit der Kathedrale auf der einen und dem Palazzo dei Priori auf der anderen Seite des Platzes. Als ziemlich schweißtreibend erweist sich dann der Rückweg in der Mittagshitze, und nach einem regelrechten "Sitzstreik" meiner lieben Gattin muss ich die letzten Meter zum Motorrad alleine zurück legen, um sie dann an einem schattigen Rastplatz abzuholen.

Eine herrliche Strecke führt von Todi nach
Orvieto, dem nächsten Highlight der heutigen Tour. Auch hier bleibt uns ein kurzer Anstieg vom Parkplatz hinauf zur weltberühmten Kathedrale nicht erspart.

Auf der Weiterfahrt überqueren wir die Grenze zwischen den Regionen
Umbrien und Latium und gelangen auf einer kurvenreichen Strecke nach Bolsena am Nordufer des gleichnamigen Sees. Hier bleibt uns gerade Zeit für eine Tasse Kaffee, dann verlassen wir fluchtartig den Ort, um dem aus dem Süden nahenden Unwetter zu entkommen.

Ohne längere Pausen absolvieren wir die Rückfahrt über Chiusi und
Castiglione am Westufer des Lago di Trasimeno, wo schließlich auch das Wetter wieder wesentlich freundlicher wird und uns noch einen angenehmen Abend beschert.
 

5. Tag:
Donnerstag, 17. Mai 2007

Abstecher in die Toskana

Kurz-Info:

Start: Passignano, 10:00 Uhr

Strecke:
Chiusi - Chianciano - Montepulciano - S. Quirico d'Orcia - Buonconvento - Asciano - Sinalunga

Ziel: Passignano, 16:20 Uhr

Dauer: 06:20 Stunden

Tages-km: 209

Tachostand: 41495

Karte
Diashow

Die zweite Tagestour führt uns westwärts - in die Toskana.

Nach der anstrengenden Tour von gestern wollen wir es heute ein wenig gemütlicher angehen. Am südlichen Seeufer entlang geht es zuerst bis Chiusi und dann weiter zur ersten Capuccino-Pause in Chianciano.

Wenig später parken wir unser Motorrad vor der Stadtmauer von
Montepulciano und machen uns zu Fuß auf, diese pittoreske Weinbaugemeinde zu erkunden. Um die Kirche Santa Maria und den Palazzo Pubblico aus dem 13. bzw. 14. Jahrhundert bestaunen zu können, ist wiederum ein schweißtreibender Anstieg durch die steilen Gassen der großteils aus der Renaissance stammenden Altstadt von Nöten. Doch das sind wir ja schon von gestern gewöhnt...

Anschließend cruisen wir durch die typisch toskanische Landschaft mit ihren Pinien und Zypressen zuerst nach Montalcino und dann über Asciano und Sinalunga zurück nach Passignano.
 

6. Tag:
Freitag, 18. Mai 2007

Sibillinische Berge und Spoleto

Kurz-Info:

Start: Passignano, 10:00 Uhr

Strecke:
Foligno - Muccia - Visso - Norcia - Spoleto

Ziel: Passignano, 18:30 Uhr

Dauer: 08:30 Stunden

Tages-km: 313

Tachostand: 41808

Karte
Diashow

Im Vorjahr hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, heute starten wir den zweiten Versuch zu unserer Tour in die Sibillinischen Berge.

Auf der Schnellstraße geht's über Perugia nach Foligno und nach einer kurzen Kaffeepause in der Altstadt weiter in die Berge. Wir fahren auf der gut ausgebauten S 77 durch eine beeindruckende Gebirgslandschaft bis Muccia und biegen nach Süden in ein Seitental ab. Über den Passo di Fornaci gelangen wir nach Visso, einem verlassenen Nest in den Bergen. Nach einer kurzen Rast geht's noch ein Stück südwärts, dann biegen wir bei Triponzo nach Osten ab und fahren ca. 17 km bis in die Stadt Norcia, die von herrlichen Mohnblumenwiesen umgeben ist.

Unser letztes Tagesziel ist Spoleto. Nach einem schweißtreibenden Kulturrundgang durch die für das jährlich stattfindende "Festival der zwei Welten" bekannte Stadt treten wir die Rückfahrt nach Passignano an. Dabei entgehen wir nur knapp dem sich von Süden her nähernden Tross des "Giro d'Italia". Von Norden her kommen uns dafür die Teilnehmer der Oldtimer-Rallye "Millemiglia" entgegen, was immer wieder zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führt.
 


 

7. Tag:
Samstag, 19. Mai 2007

Rund um Gubbio

Kurz-Info:

Start: Passignano, 10:30 Uhr

Strecke:
Tuoro Trasimeno - Umbertide - Semonte - Pontericcioli - Gubbio - Bosco - Umbertide - Tuoro

Ziel: Passignano, 15:40 Uhr

Dauer: 05:10 Stunden

Tages-km: 204

Tachostand: 42012

Karte
Diashow

Heute steht wieder eine gemütlichere Tour auf dem Programm.

Über die schmale, kurvenreiche S 416 geht's zunächst nach Umbertide und nach einer kurzen Kaffeepause in die Berge. Zwischen Semonte und Gubbio zweigt links die Straße nach Cagli ab, der wir bis Pontericcioli folgen. Von hier fahren wir in engen, steilen Kehren durch eine imposante Schlucht bis Scheggia. Was nun kommt, kennen wir bereits aus dem Vorjahr: erst auf weit gezogenen Kurven, dann durch ein immer enger werdendes Tal geht's hinunter nach Gubbio, wo wir im schattigen Garten einer Bar unser kleines Mittagessen zu uns nehmen.

Auf einer kurvenreichen, landschaftlich herrlichen Strecke bummeln wir anschließend südwärts bis knapp vor Perugia und nehmen dann die Schnellstraße zurück bis
Umbertide. Eine letzte Rast legen wir noch knapp vor Tuoro ein, wo man von einem Aussichtspunkt den herrlichen Blick über den Trasimenosee genießen kann.


 

8. Tag:
Sonntag, 20. Mai 2007

Schiffsausflug zur Isola Maggiore

Kurz-Info:

Start: Passignano

Strecke: Schifffahrt zur Isola Maggiore

Ziel: Passignano


Diashow

Heute bleiben unsere Gefährte gänzlich unbewegt auf dem Parkplatz.

Wir spazieren nach Passignano, von wo aus uns ein Ausflugsschiff zur Isola Maggiore bringt. Die Insel ist eines der beliebtesten Ausflugsziele Umbriens und besteht im wesentlichen nur aus einer Wohnstraße, der Via Giulielmi. Außer der pittoresken Ruine der Villa Isabella hat die Insel noch die kleine gotische Kirche San Michele Arcangelo aus dem 14. Jahrhundert zu bieten, die hoch über dem Dorf auf einem Hügel thront. Im Norden der Insel steht auf einem Rastplatz eine Statue des Heiligen Franz von Assisi, der die Fastenzeit des Jahres 1211 hier verbracht hat.

Nachdem wir die gesamte Insel erkundet haben, fahren wir zurück aufs Festland und genießen die wärmenden Sonnenstrahlen am Swimmingpool unseres reizend gelegenen Hotels.
 

9. Tag:
Montag, 21. Mai 2007

Bassano del Grappa

Kurz-Info:

Start: Passignano, 08:45 Uhr

Strecke:
Siena - Castellina in Chianti - Florenz - Fiesole - Passo della Futa - Passo della Raticosa - Loiano - Bologna - Abano

Ziel: Bassano, 17:50 Uhr

Dauer: 09:05 Stunden

Tages-km: 468

Tachostand: 42480

Karte
Diashow

Der Tag der Heimreise ist gekommen. Hanne hat sich entschlossen, die rund 600 Kilometer in einem Stück zurück zu legen, während ich mir dazu zwei Tage Zeit lassen will.

Eher eintönig verläuft die erste Etappe auf der Schnellstraße nach Siena. Doch dann wird's schlagartig Interessant: auf der Strada del Chianti cruise ich nordwärts durch die herrliche toskanische Landschaft nach Florenz. Nach einigen Fehlversuchen finde ich auch endlich die Auffahrt nach Fiesole, von wo aus sich ein beeindruckender Blick auf die Stadt am Arno bietet.

Nicht weniger interessant, wenn auch landschaftlich etwas anders, präsentiert sich die nächste Etappe nach
Bologna. Mit dem Passo della Futa und dem Passo della Raticosa sind zwei Übergänge zu bewältigen, die immerhin schon fast 1000m über dem Meer liegen.

Als äußerst nervenaufreibend aufgrund der Hitze und des enormen Schwerverkehrs auf Autobahn und Landstraßen entpuppt sich
schließlich die Fahrt von Bologna nach
Bassano del Grappa, meinem heutigen Tagesziel.

Ein nettes Zimmer im Hotel Victoria und die heimelige Atmosphäre dieses reizenden Städtchens entschädigen schließlich für die mühsamen letzten 150 Kilometer.

10. Tag:
Dienstag, 22. Mai 2007

Quer durch die Dolomiten

Kurz-Info:

Start: Bassano, 08:15 Uhr

Strecke:
Valsugana - Fiera di Primiero - Passo Rolle - Passo Valles - Passo San Pellegrino - Moena - Karerpass - Nigerpass - Kastelruth - Klausen - Brenner

Ziel: Innsbruck, 15:00 Uhr

Dauer: 06:45 Stunden

Tages-km: 333

Tachostand: 42813

Karte
Diashow

Wer die Wahl hat, hat die Qual...

Das letzte Stück nach Hause bietet noch einmal alles, was das Bikerherz begehrt! Zuerst ein Stück durchs enge Valsugana, dann rechts ab nach Fiera di Primiero und hinauf auf den Passo Rolle. Hier bin ich an diesem Wochentag schon fast alleine auf der Straße, und das bleibt auch so auf der Fahrt über Passo Valles und San Pellegrino, zwei absolute Lieblingsstrecken von mir, die Gott sei Dank von den großen Touristenmassen noch nicht überschwemmt werden.

Nach einer Einkehr in
Moena geht's hinauf zum Karerpass und über den Niger nach Kastelruth und ins Grödental. Bei Klausen erreiche ich den Talboden und lege die letzten Kilometer bis Innsbruck auf der Brennerbundesstraße zurück.
 

***

 

 


 

alptours.at

 Zurück | Übersicht | Weiter

© josef möltner, aktualisiert am Freitag, 02. Mai 2008